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Jetzt sind es noch genau zwei Wochen bis ich meinen 4. Marathon laufe. Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr in Mallorca laufen, aber eine angebrochene Hand ließen ein Training im Sommer nicht zu. Ich wollte aber meinem Schwur treu bleiben (2 Marathone pro Jahr!) und so blieb nur noch Bad Arolsen.
Bad Arolsen - vor zwei Jahren wußte ich gar nicht, dass es so einen Ort gibt. Dank MANOWAR und dem Magic Circle Festival wurde das Kaff mittlerweile berühmt und ich habe dort neue Freunde gefunden. So ist es doch passend, dass ich dort laufe. Es wird zwar wieder nicht meine persönliche Bestzeit werden, denn das Training war zu knapp und der Lauf selber ist wieder eine hügelige Geschichte. Aber was soll's - es wird geil und spaßig. Freunde vom House Of Death (MANOWAR-Forum) werden da sein und die Fete danach wird riesig.
Ich habe gestern meine Diät beendet (91 kg waren dann doch zu viel des Guten!), wiege nun 86 kg und freue mich, dass es bald losgeht. Logisch, irgendwann nach 30 km werde ich mich wieder fragen: "Was machst Du eigentlich? Warum quälst du Dich? Bist du eigentlich blöd?" Nun ja, ob ich blöd bin weiß ich nicht. Und die Qual muss sein - denn das Gefühl vom Sieg, das wird mir keiner nehmen. Der Sieg über einen selbst - das ist der Grund warum ich laufe.

Der nachfolgende Bericht wurde von Udo & Tina verfaßt!
Zunächst einmal
möchte ich mich bei Katja und Jürgen bedanken. Ihre Gastfreundschaft war
grenzenlos. Ihre Mühe es uns schön zu machen war unbeschreiblich.
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Ich möchte mich
natürlich bei Tina, sowie Jürgen und meinen Freunden, Carmen und Volker, Petra,
Pierre und Suz bedanken, die während des Laufes an meiner Seite standen und mir
unendlich viel Kraft gegeben haben.
Und einen Extra-Dank
geht an Petra und Carmen, die mir ein geiles Erinnerungs-T-Shirt spendiert
haben!
Bei
schönstem Sonnenschein holten uns Carmen und Volker freitags ab und wir fuhren
los nach Bad Arolsen. Es war schon ein seltsames Gefühl im Winter nach Bad
Arolsen zu fahren. Vor vier Monaten feierten wir unglaubliche Momente beim
Magic Circle Festival, jetzt sollte Udo dort den Advents-Marathon laufen. So
viele Erinnerungen kamen bei der Fahrt in mir auf.
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Wir
hatten kaum Verkehr und trafen und halb fünf im Hotel Salewski bei Katja und
Jürgen ein. Katja die Verrückte, hatte schon einen ganzen Tisch voll mit
Leckereien gedeckt. Wir wurden mit Kuchen und Plätzchen verwöhnt. So trafen
nach und nach noch die restlichen Warriors ein. Pierre und Suz aus Holland und Petra unser bayrischer Kampfzwerg
wollten mit uns anderen den "Fan-Club" von Udo bilden :)

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Während
Udo und Jürgen die Startunterlagen holten, bemalten wir noch schnell die von
Carmen organisierten Fähnchen. Anschließend gingen wir noch griechisch Essen.
Griechisches Essen und Ouzo sind für Udo die beste Sache vor einem Marathon.
Das gibt Kraft und macht glücklich :) Katja amüsierte sich über Pierre's
Tintenfisch und naja, wir fielen einfach mal wieder auf in Bad Arolsen.
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Zurück im
Hotel war es noch Pflicht den Abend mit einigen Ausschnitten aus der neuen
Magic Circle Festival Volume 2 DVD ausklingen zu lassen. Wie stolz bin ich
jedes Mal Udo darauf zu hören und zu sehen. Aber nicht nur er, nein auch Katja,
Jürgen, Carmen, Pierre und Petra präsentierten sich prima auf der DVD. Wir
hatten jede Menge Spaß. Nur verabschiedeten Udo und ich uns früh, da ja morgen
der große Lauf anstand.
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Einschlafen
war nicht ganz einfach. Noch lange hörten wir Volker und Katja grölen. Katja's
"I'm immortal..." war einfach nicht zu ignorieren *grins*.
Nach
einer etwas unruhigen Nacht wachten wir früh auf. Der Tag begann wunderschön
und Udo fühlte sich gut. Nur ein Geräusch war störend. Es hörte sich an, als ob
die Autos vor dem Hotel über eine nasse Straße fahren würden. Und eigentlich
war ja gutes Wetter vorhergesagt. Ein Blick aus dem Fenster machte uns nicht
gerade glücklich. Schnee, Wind und Nässe. Ich dachte mir: "Und da muss
mein Mann 42 Kilometer joggen? Hoffentlich geht das gut..."
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Das dachte ich
natürlich auch. Aber was soll’s – bei schönem Wetter kann ja jeder laufen. Ich
war ja nicht hier um meine persönliche Bestzeit zu brechen. Ich wollte einfach
noch einen Marathon dieses Jahr laufen und so sollte es auch sein. Ich selbst
hatte gut geschlafen und würde liebevoll von Tina geweckt – der Tag konnte
kommen.
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Nach
einem guten Frühstück fuhren wir mit Carmen und Volker zur Halle. Die anderen
wollten nachkommen. Sie waren noch nicht ganz fit. In der Halle wurde eine Rede
gehalten und Udo machte sich startklar. Ich war super aufgeregt. Das Wetter
besserte sich leider nicht. Und... Oh Schreck. Ich hatte die Kamera im Hotel
vergessen. Zum Glück konnte ich die anderen noch erreichen. Denn ich wollte den
Lauf doch dokumentieren!
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Pünktlich
um elf war der Start. Ca. 600 Teilnehmer waren bereit, den Advents-Marathon im
Schneegestöber anzutreten. Der Start war an einem See. Wäre das Wetter besser
gewesen, hätte ich die Natur so richtig genossen. So aber machte ich mir um Udo
viel zu viel Sorgen.
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Peng,
der Startschuss war gefallen. Pierre und ich versuchten noch ein Startfoto zu
schießen. Aber Udo war schon vorbei.
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Haha – schon vorbei
– das wäre schön gewesen, aber nein ich hatte noch genau 42,195 km vor mir. Es
schneite, es war nasskalt bei 0° C und der Wind blies unerbittlich. Der Pulk
machte sich auf den Weg ins Ungewisse. Ich lief locker los – ich fühlte mich
trotz der widrigen Bedingungen gut – richtig gut. Meine Frau war da und meine
Freunde wollten tatsächlich 4 Stunden (oder so…) in der Kälte ausharren. Die
ersten Kilometer waren flach entlang dem Twistestausee bis es dann in den Wald
ging - bergauf und der Weg wurde matschig. Was ich sehr vermisste waren die
Kilometerschilder am Wegesrand. Das erste Schild kam nach 3 km – da war meine
Zeit ganz OK – 17 Minuten. Das nächste weiß ich gar nicht mehr, aber es waren
immer unregelmäßige Abstände. Ich bin nun mal ein Läufer, der gerne weiß wie er
in der Zeit ist – das beruhigt, aber egal. Heute lenkte der Weg eh von der Zeit
ab…
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Wir
sprangen in die beiden Autos und los ging die Fan-Club-Tour unter der Führung
von Jürgen. Wir parkten bei Kilometer 10. Die Fahnen wurden ausgepackt und wir
stärkten uns noch schnell mit Plätzchen. Es kamen die ersten Läufer. Sie waren
voller Matsch und so mancher sah schon jetzt nicht mehr fit aus. Angespannt
schaute ich auf die Uhr. Und da... Juhu, Udo winkte schon von weitem. Wir waren
happy, er sah gut aus. Unter lautem Applaus von uns begab er sich zum nächsten
Streckenabschnitt.
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So ging es ziemlich
lange bergauf und irgendwann kam dann die 10 km-Marke. Wie geil war denn das –
alle standen sie da – Tina, Jürgen, Carmen und Volker, Petra und Pierre und Suz
und feuerten mich mit selbstgemachten Fahnen an. Meine Zeit war über 57 Minuten
was ich allerdings nicht ganz so toll fand. Ich fühlte mich jedoch immer noch
super und natürlich neu-motiviert.
Wir
würden ihn bei Kilometer 21 wieder sehen. So dachten wir. Wir fuhren schnell
zur "Pippi Pause" zurück ins Hotel. Anrufe, die die Welt nicht
braucht, verzögerten leider unsere Abfahrt zum Kilometer 21. Angespannt rasten
wir zum Treffpunkt. Wir hofften so sehr, dass wir Udo nicht verpasst hatten.
Kaum hatten wir uns aufgestellt, kam er auch schon an uns vorbei. Wir
klatschten und freuten uns. Puh, grad noch mal geschafft den Fan-Club Pflichten
nachzukommen!
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Gottseihdank, denn
ihre Schreie waren Balsam auf meiner Seele. Der Weg bis zum Halben war echt die
Hölle. Ich war mittlerweile durchgeschwitzt. Es ging nach 12 km steil bergab –
ich sagte noch zu einem Mitläufer: „Ich glaube die Sache hier hat einen
Haken!“. Und ja der Haken kam. Diesmal ging’s noch steiler bergauf, der Weg war
noch matschiger und die ersten Läufer gingen bereits. Durch mein Bergtraining
zu Hause konnte ich durchlaufen, obwohl langsam. Das warme Wasser an den
Versorgungsständen und meine Ovomaltine Schokolade waren Gold wert. So
benötigte ich 01:59:34 Stunden bis zur 21,1 km. Das war ganz gut – mehr als
unter 4 Stunden hatte ich mir so oder so nicht ausgerechnet. Die Strecke war
fast - wenn nicht - genauso bergig wie in Heilbronn und da hatte ich ja 04:06
Stunden bei strahlendem Sonnenschein gebraucht. Bei meinen ersten 3 Marathons
war die zweite Hälfte jedoch immer wesentlich langsamer als die Erste.
Da er
jetzt eine Schleife laufen musste, stellten wir uns nur wenige Meter weiter an
den Wegesrand. Wir hatten jetzt Zeit, bis er wieder nach 26 Kilometern
passieren würde. Und da wir ja sportlich sind, klatschten und schrien wir auch
für die anderen Läufer. Es war eine große Freude die Reaktionen zu sehen. Viele
bedankten sich, klatschten zurück und konnten trotz der Strapazen lächeln. Dann
endlich sah ich ihn. Meinen geliebten Mann und zwar aufrecht und immer noch
verdammt gut aussehend (jaja, ich bin halt verliebt). Seine Mütze war außen
gefroren, aber es hatte jetzt wenigstens aufgehört zu schneien. Wir brüllten,
klatschten und sangen für ihn, damit wir ihn für die nächsten Kilometer
motivieren konnten. Immer wieder dachte ich mir, wie es nur zu schaffen ist
einen Marathon zu laufen... Allerdings dachten dies wohl auch Teilnehmer des
Laufes. Denn viele gingen zwischenzeitlich, waren bleich oder hatten Krämpfe.
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Die Schleife hatte
es in sich. Wir verließen den Wald und liefen über freies Feld. Der Wind war
arschkalt und zog in jede erdenkliche Ritze meiner Kleidung. Nass geschwitzt
wie ich war, begann ich zu frieren. Ich bekam dadurch leichte Rückenschmerzen.
Ein Stückchen Schokolade und es ging wieder – erstaunlich aber wahr. Dieser
Abschnitt war eben und so konnte ich mein Tempo halten und freute mich meinen
Fanclub zum dritten Mal zu sehen.
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Ihre Freude gab mir
kurzzeitig Energie, aber natürlich begann danach die Zeit der Selbstzweifel,
denn die Kälte kam zurück – nasse Füße hatte ich schon zu Beginn des Rennens –
nun würden sie auch noch kalt. Würde ich es schaffen, warum laufe ich hier
überhaupt, Fragen über Fragen – man hat ja leider genügend Zeit. Der Marathon hatte
nun endlich „begonnen“ … Es folgten die Kilometer, die über das Erreichen des
Ziels entscheiden würden. Bei Kilometer 30 war ich erstaunt, dass die Zeit noch
passte. Ich war mir dann sicher, dass der nächste Punkt bei Kilometer 32 kommen
würde. Ich lief und lief und lief – die Versorgungsstelle kam aber nicht. Es
ging bergauf und bergauf und bergauf. Mir war klar, dass ich langsamer geworden
war. Ich wurde echt leicht depressiv, denn irgendwie wollte ich nicht glauben,
dass ich das ganze Rennen in den letzten Kilometern verbockt hatte.
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Der
nächste Stop bei Kilometer 34 war attraktiv für uns. Die Waldschmiede lag an
der Strecke und so trank Jürgen Pils und wir einen Glühwein. Wir schauten auf
die Uhr und waren uns einig, dass Udo erst in 10 Minuten kommen konnte.
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Carmen
und ich drängelten trotzdem raus. Wir klatschten dann alle zusammen für die
Läufer und ich traute meinen Augen kaum, als plötzlich Udo kurz vor uns war.
Wir hatten wirklich noch nicht mit ihm gerechnet, da laut Jürgen dieser
Streckenabschnitt der schlimmste gewesen sei. Ich riss die Kamera raus und
rannte ihm hinterher um ihm noch ein paar Worte zurufen zu können. Von jetzt an
sollte es nur noch bergab gehen. Ich sah ihm an, dass der Lauf an ihm zehrte.
Aber ich spürte den eisernen Willen und hatte ein gutes Gefühl.
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Und so wie Tina
ihre Augen nicht getraut hatte, so konnte ich meinen Augen nicht trauen – der
Versorgungsstand war bei Kilometer 34 und nicht bei 32. Ich schaute auf die Uhr, die mir 03:18
Stunden anzeigte. Tina schrie: „Deine Zeit ist super – lauf!“ Und Jürgen fügte
hinzu: „Es geht jetzt nur noch bergab!“. Ich trank zwei Becher ISO-Getränk und
rechnete: 8,2 km und 42 Minuten Zeit – Scheiße, oder doch nicht? Mein Schnitt
bis dahin war 5:49/Km. Um mein Ziel zu erreichen, hätte ich die letzten 8,2 km
in einem Schnitt von 5:07/Km laufen müssen…
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Nun dachte ich an
die Worte meiner geliebten Ehefrau Tina und meines Kollegen Jürgen. Ich nahm die Hände höher
und lief los. Und ich konnte los laufen – wie noch nie nach 34 km. Plötzlich
liebte ich die eisige Luft, die meine Lungen füllte. Mir war es nicht mehr
kalt. War es Runner’s High, ich weiß es nicht, aber alles war plötzlich
„positiv“ – die Langstreckenläufer unter uns werden mein Gefühl kennen.
Während des Rennens
waren immer wieder die Selben Läufer vor oder hinter mir – wir wechselten uns
immer wieder ab. Das sollte sich ändern. Ich lief wie ein Uhrwerk 3 km bergab
und dann 5 km auf der Ebene (inklusive einer im Vergleich kleineren Steigung).
Ich hatte Kraft – mehr als zu Beginn des Rennens – oder war es einfach die
Zuversicht gepaart mit der Aussicht ich würde es schaffen? Irre – total irre. Ich
überholte bestimmt 30 Läufer und der nächste, der vor mir lief war mein
nächstes Ziel. In meinen Beinen spürte ich keinerlei Krämpfe oder Ziehen oder
überhaupt. Das gab es noch nie.
Immer wieder
schaute ich auf die Uhr und immer wieder verbesserte ich meinen Schnitt. Die
Zielgerade kam und ich sah meine Freunde wie sie für mich schrien – es war
fantastisch.
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Wir
düsten schnell zum Ziel. Dies war wieder am See. Der Fan-Club wurde
fotografiert und wir erhielten viel Lob :) Ich schaute wie gebannt auf die Uhr.
Eigentlich war mir klar, dass Udo es nicht mehr unter vier Stunden schaffen
konnte. Trotzdem wartete ich jede Sekunde angespannt, ob ich ihn nicht doch
sehen würde. Bei 03:58:00 gab ich langsam die Hoffnung auf. Zu Unrecht... Wie
eine Maschine kam Udo über die lange Zielgerade auf uns zu. Er sprintete, der
Wahnsinnige! Nach 42 Kilometern konnte er noch so beißen! Ich schrie und schrie
gemeinsam mit den anderen.
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Er kam
ins Ziel unter vier Stunden. Was für eine Leistung an diesem ekelhaften Tag!!!
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Um genau zu sein
waren es 03:58:50 Stunden, was bedeutete, dass ich die letzten 8,2 km in einem
Schnitt von 4:53 Minuten laufen konnte. Wie geil ist eigentlich das? Für mich
war es grandios, denn ich war tatsächlich unter 4 Stunden gelaufen. Was aber
viel wichtiger für mich war, ich konnte bis zum Schluss noch Mal richtig Gas geben.
Ich fühlte mich unheimlich gut.
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Er wurde
in eine Decke gepackt und wir alle waren glaube ich stolz. Nach kurzer Zeit
fuhren wir zum Hotel. Glücklich, aber geschafft. Im Zimmer schälte ich Udo aus
seinen klitschnassen, super dreckigen Kleidern. Aber zu meinem weiteren
Erstaunen war er nach der Dusche erstaunlich fit. So konnte die Feier beginnen.
Und zum Feiern
hatte ich aber mal richtig Bock – schon während dem Lauf dachte ich immer
wieder daran. Im Ziel musste ich kurz Ausschnaufen und natürlich zuerst mal
wieder runterkommen. So richtig bedanken für die einmalige Unterstützung konnte
ich mich da sofort noch nicht – ich nahm die Glückwünsche stolz entgegen und
freute mich auf eine heiße Dusche.
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Katjatischte Unmengen von Essen auf. Als die Bäuche spannten, wurde ein kleiner
Spaziergang über den Weihnachtsmarkt Bad Arolsen eingelegt. Ja, selbst Udo kam
mit :) Und wir tranken einen Met auf den Lauf.
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Zurück
im Hotel gab es noch Feuerzangenbowle, DVD, Gesangseinlagen und viel viel Bier.
Schön war es, mit allen das Wochenende zu verbringen.
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Plötzlich war es schon
wieder Sonntag und wir traten die Heimreise an. Außer Udo hatte wohl jeder
zugenommen vom vielen Essen und Trinken, aber wir waren glücklich.
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Und
während wir in Richtung Heimat gefahren wurden, schweiften meine Gedanken in
Richtung Irland. Denn am 01. Juni, 2009 werde ich dort wieder für Udo an der
Strecke stehen...
Oh ja, am 01. Juni,
2009 in Cork, Irland – an diesen meinen nächsten Lauf hatte ich auch schon
gedacht. Keine Berge, kein Schnee oder Matsch, keine Kälte, dafür würde ich
doch warmen Sonnenschein haben, oder...


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