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14. Januar 2007
Gehzeit 5:30 Stunden / Höhenmeter 3600 - 4600 - 3965 m / Temperatur morgens 0 Grad, mittags 10 Grad / 5 Stunden Regen + Nebel / Höhenkrankheit: Ich sehr starke Kopfschmerzen
...als es 6 Uhr war! Raus aus den Federn. Da war das erste mal der Reissverschluß vom Zelt bereits zugefroren, sowie die gesamte Oberschicht des Zeltes.
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Aber die Blicke waren wieder grandios. Abends und morgens bot sich der Berg in seiner gesamten Pracht und es war immer wieder ein Erlebnis. Vielleicht passt da schon der Vergleich, wenn jemand immer was sieht, sieht er es eigentlich gar nicht mehr! Wir nahmen dafür unseren Berg - wenn er sich zeigte - sofort wahr - und nicht nur mit den Augen - wir spürten ihn. Und jedesmal wenn er da
war, war er näher bei uns.
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Über den Wolken
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Die Crew beim Zusammenpacken
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So ging's dann um 08.45 Uhr in Richtung Lava Tower, denn wir sollten ja heute nach dem Grundsatz "Walk high - Sleep low" gehen. Wir legten mit einem flotten Tempo los und kamen schnell voran. Die Landschaft wurde karger, die Vegetation weniger und dafür das Lavagestein sichtbarer.
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Ja, und dann war es wieder soweit - die Welt verschwand vor unseren Augen. Die Wolken hatten uns eingeholt und es wurde düster, gespenstisch und kalt!
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Während unseres Lunches am Lava Tower lernten wir Irmela kennen. Eine sehr nette Frau, die zwar Deutsche ist, aber in Namibia aufgewachsen war und seit 18 Jahren in der Schweiz lebte. Sie wollte die Tour mit einer Freundin aus Arusha unternehmen, die allerdings aufgrund der Wettervorhersage abgesagt hatte. Ja, und natürlich sprachen wir über das Wetter und sie sagte uns, dass es in den
letzten 9 Jahren nicht einen einzigen Tag im Januar geregnet hatte - super, gelle! Zu dem wäre der Schnee soweit unten am Berg wie in letzten 25 Jahren nicht mehr (wenn ich da an unseren Schottland bzw. Frankreich Urlaub denke, werde ich das Gefühl nicht los, dass es vielleicht an Tina und mir gelegen haben konnte...).
Beim Lava Tower ist ebenfalls ein Camp für andere Touren eingerichtet. Ich musste leider feststellen, dass hier unendlich viel Müll herumlag - echt eine Schande - eigentlich gut, dass es so neblig war!
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Lava Tower 4600 m
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Der alltägliche Mittagsregen begann, aber heute mal X-tra stark! Aber das Wetter war für mich nicht das Schlimmste. Unmittelbar nach dem Erreichen des Lava Towers setzten bei mir die erste Anzeichen von Höhenkrankheit ein. Ich bekam sehr starke Kopfschmerzen und beim Gehen begann ich teilweise leicht zu schwanken - super Sach', dachte ich! Deusi unser Guide schaute mich an und dachte,
oh, ich glaube wir steigen mal schnell geschwind zum Camp ab. Der Wind wehte und ich sah meine Schritte nicht immer gleich und so war es auch passiert. Ich wollte einen Schritt zurücknehmen, aber mein Rucksack war schon gut in der Vorwärtsbewegung, so dass ich prompt auf's Knie und auf die Hände gesturzt war. So eine K*cke.
An über-manns(frau)hohe Senezien vorbei, ging es bergab und obwohl jeder Schritt meinen Kopf gar zum Platzen bringen wollte, erreichten wir das Barranco Camp.
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Barranco Camp mitten in gewaltigen Wolken
Dort angekommen wollte ich zunächst meine Ruhe und bereitete wie jeden Tag unser Schlafgemach vor. Baz hatte auch Kopfschmerzen und so nahm Tina mit Martin den Nachmittagstee alleine ein. Martin sprach kein Wort Deutsch und Tina kann viele Dinge besser, als Englisch reden, aber die beiden haben's irgendwie hingekriegt. Während dessen hatte Martin
(der Mann ohne Gepäck) seine Socken gewaschen und zum Trocknen über eine heiße Wasserflasche gestülpt - Ideen muss man haben. Ich gesellte mich dann später zu ihnen und trank Tee und dann Wasser. Unser Guide sagte mir, dass ich die Sache gut mit vielem Trinken in Griff bekommen könnte. Mir ging's echt Sch*iße, aber ich wollte noch keine Aspirin (habe ich auch nie!) nehmen. So harrten wir wieder einmal im Zelt aus und beobachteten wie die Wolken kamen und gingen und natürlich wieder kamen - und das mit einer
teilweise Wahnsinnsgeschwindigkeit!
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