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Griechenland 2010 |
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Reisebericht 30. Oktober Endlich war der Tag gekommen an dem Tina und ich zurück nach Hellas durften, damit ich endlich meine Mission erfüllen und den Marathon laufen konnte. Tina und ich sind um 4 Uhr aufgestanden, hatten ein kleines Frühstück bevor Miri um kurz nach 5 Uhr da stand. Wir fuhren gut gelaunt zum Flughafen nach Frankfurt, obwohl ich noch ein paar Zweifel hatte, die sich am Sonntag jedoch als überflüssig erweisen würden. ;) Jacky: "Hey!!! Ihr könnt doch nicht allen Ernstes schon wieder verreisen – wer zum Teufel soll mich eigentlich streicheln? Na ja gut, ich weiß ja, dass ihr wiederkommt und solange jemand nettes uns füttert werden Banger und ich wohl oder übel überleben…“ Miri war super drauf und Tina und ich auch. Wir parkten unser Auto in einem Parkhaus (der Platzhirsch verlangte lächerliche 21 Euro für 5 Tage, Shuttle Service inklusive) und kamen rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Flughafen an. Alles lief wie geschmiert und der Flug war auch schön gemütlich ohne jegliche Turbulenzen. Die Lufthansa versorgte uns mit einem reichhaltigen ;) Mahl und wir landeten pünktlich in Griechenland! Wir gingen in die Halle - sahen zunächst aber niemanden bis plötzlich Spiros von hinten ankam und auf mich voller Freude draufhüpfte. Joro war auch dabei. Es war einfach geil die beiden – unsere Blood Brothers – wiederzusehen. Wir quetschten uns zu fünft in Spiros Corsa und fuhren lachender Weise und quietsch vergnügt zum Hotel… Das Hotel war in der Stadtmitte Athens und wir hatten unser Zimmer im 7. Stock – die Aussicht war echt cool. Wir luden unser Gepäck ab und machten uns bereit meine Startunterlagen für den Marathon am nächsten Tag abzuholen. Es waren schon viele Brothers und Sisters angereist und es war einfach schön unsere Familie wiederzusehen. Marty, Kostas, Eirini & Allan, Magda, Olli & Dani – alle waren sie da! Und Paula unser Wirbelwind aus Kansas City war auch extra gekommen. Wir hatten sie erstmals in 2008 kennengelernt als sie uns zu Hause besucht hatte – wo sie ist, ist immer was gebacken! Es war uns auch eine besondere Ehre und ein großes Vergnügen unsere Skandinavische Brothers Of Metal zu treffen - Thor, den wir bereits in Offenbach dieses Jahr gesehen hatten, aber zu wenig Zeit mit ihm verbringen konnten, Mads (beide aus Norwegen), Henrik und Chris aus Dänemark. Alle sehr feine Jungs mit einem ruhigen und gelassenen Gemüt. Es war sehr angenehm in ihrer Nähe zu sein. So gingen wir alle zum Stadion damit ich mein Zeugs abholen konnte. Didi und Miro, die wir in Bulgarien dieses Jahr getroffen hatten, kamen schließlich auch an nach dem sie den ganzen Weg von Sofia nach Athen mit dem Auto gefahren waren. Ein wirklich tolles Paar – Tina und ich waren echt glücklich, dass sie den weiten Weg auf sich genommen hatten, weil, na ja ganz einfach, weil wir sie lieben! Lino, den wir mehrfach dieses Jahr auf der ganzen Welt immer mal wieder getroffen hatten, tauchte auch auf. Echt cool, dass er sich uns Verrückten angeschlossen hatte! Anschließend gingen wir in ein sehr gutes Restaurant, welches wir vom letzten Jahr schon kannten und genossen ein sehr leckeres Mahl mit einer besonderen Art von Mousaka und Tirosalata - genial! Wir gingen zurück zum Hotel und tranken noch ein gemeinsames Bier bevor Tina und ich ins Bett gingen – Morgen würde ja mein großer Tag werden! Sandra, Lars, Holli und Max waren nun auch angekommen und unser “Haus” war fast vollständig versammelt. War echt cool, dass Sandra mit von der Partie war – eine kleine Wilde, die aber im Feiern ganz groß ist! Unsere Brothers und Sisters gingen in den “Underground” zum Abrocken – die Glücklichen... Es war einfach so geil wieder in Athen zu sein - es war wie Nachhausekommen... 31. Oktober Ich verließ das schlafende Hotel (außer Tina und mir) gegen 5:30 Uhr. Ich war bereits fleißig am Rennen als meine Brothers und Sisters sich bereitmachten um ins Panathinaikon Stadion zu kommen um mich über die Ziellinie laufen zu sehen… Elias (der, der raucht und lächelt!) war mit dem Bus rechtzeitig angekommen und Aggeliki war auch dort. Es war schön beide zu sehen. Nach dem ich meine Gratulationen entgegengenommen hatte, gingen wir zurück zum Hotel, wo ich mein erstes und sehr wohlverdientes Bier so richtig genießen konnte. Ich duschte und bevor wir gingen, statteten wir den Skandinaviern in ihrem Zimmer einen Besuch ab. Haha – die Buben wissen wie man verreist! Sie hatten immer kaltes Bier in ihrem Zimmer, obwohl das Holen einem manchmal ganz schön viel Schneid abverlangte, hehe ;) Und so tranken wir ein Bier mit unseren Freunden aus dem hohen Norden! Wir fuhren zu einem weiteren uns bekannten Restaurant – es gab so viel zu essen dort, dass es für eine ganze Kompanie gereicht hätte. Es war unglaublich. Ich meine, ich hatte ja 3950 Kalorien während dem Laufen verbraucht, aber nichtsdestotrotz – schaut selber! Verdammt, das Essen war echt sehr fettig (war es das nicht immer, hehe) aber die Griechen wissen ganz genau wie man so etwas bekämpft und wir Ausländer lernen verdammt schnell - wie man unten unschwer erkennen kann…und ja wir lieben es! Mit der Metro und mit einem Taxi fuhren wir in die Jugglers Bar, wo wir Crosswind live sehen und anschließend unsere House Of Death Party feiern würden. Wir waren alle total aufgeregt… ...und in bester “Warriors” Laune! Crosswind + House Of Death Party
1. November Am nächsten Tag wurde ich von Tina mit einem Kaffee und einem Stück Kuchen aufgeweckt – ist das nicht wahre Liebe? Ich fühlte mich eigentlich ganz gut trotz des Laufs und der ausgiebigen Feier des Vortags! Meine Beine waren ziemlich entspannt aber das lag daran, dass ich einfach zu wenig Kondition hatte und somit langsam laufen musste – Glück im Unglück! Und der Kopf war auch ok, na ja, fast. Sandra und Max hatten uns leider schon verlassen – es war echt schön mit euch beiden! Unsere Gruppe war heute etwas verteilt – Spiros musste arbeiten und Marty, Kostas und Elias blieben bei ihm zu Hause, während andere andere Dinge unternahmen. Unsere kleine Gruppe ging nach Monastiraki und hatte Mittagessen. Das Essen war sehr lecker aber dann folgte ein trauriger Augenblick für Tina und mich – Joro musste nach Hause. Verdammt wir lieben diesen Kerl – unser Blood Brother. Anschließend suchten wir Metal-Shops um einzukaufen. Allerdings waren die Waren genauso so teuer wie bei uns, so dass es beim Anschauen und Gottseihdank (was so manchen Artikel betraf) beim Anprobieren…ein Rob ist doch genug, gelle! ;) Wir kamen am Ende der Fußgängerzone an und keiner wusste so recht was wir tun sollten – sollten wir weiter rumlaufen oder vielleicht ein Bier trinken? Ich schlug vor noch ein wenig umher zu gehen, als wir dann um eine Ecke kamen und siehe da – da war es – das ZEICHEN – nein, nicht das des Hammers – sondern das ZEICHEN von purem Glück, Liebe und Zufriedenheit. Das Zeichen, welches mein tiefstes Inneres immer spürt – das Zeichen… ...vom Paradies. Tina befreite sich von ihren Kopfschmerzen – sie hatte sich eine Erkältung aufgrund des arschkalten Zimmers eingefangen und wir genossen ein Guinness nach dem anderen. Wir verlangten die Rechnung und fragten die nette Bedienung ob das wirklich alles war – und fragten sie ein weiteres Mal und sie sagte wieder ja. So tranken wir teures Bier für wenig Geld… Wir gingen zurück zum Hotel und kauften zuvor noch wichtige Dinge im Supermarkt ein. Magda rannte über die Straße und verlor dabei ihre Brille – wir sahen ein Dutzend Autos, die ihre Brille nicht zerstörten – leider fuhren aber weit mehr als ein Dutzend Autos auf dieser Straße… Wir trafen den Rest – es war so cool, dass Spiros Kumpel, Kostas, sich zu uns gesellte – er ist echt ein super Typ – und gingen mal wieder essen. Heute würde es das mit Abstand beste Mahl des Urlaubs geben (obwohl mir Miri und Paula in diesem Punkt eher nicht zustimmen würden): Muscheln, Tintenfisch kalt, gegrillt, gebacken, Schrimps, Sardinen und sonstigen Fisch. Es war wirklich das leckerste Fischessen, das ich je genießen durfte! Wir aßen wie Könige – es war unglaublich, aber wie immer… ...ein wenig fettig ;) Arme Eirini war wieder alleine – Allan musste zurück nach Dänemark und so versuchte ich ihr ein wenig Trost zu spenden. Ich drücke den beiden ganz fest die Daumen, dass sie sehr bald ihren gemeinsamen Lebensweg in Dänemark begehen können. Zurück im Hotel belagerten wir die Lobby und feierten die ganze Nacht durch. Wir verabschiedeten Marty und Kostas. Zwei sehr besondere Menschen, die Tina und mir so richtig ans Herz gewachsen sind – verdammt, unsere glorreiche Gruppe wurde immer kleiner. Tina ging aufgrund ihres Schnupfens früher ins Bett und ich ging ebenfalls früher als die wirklich sehr hart Gesottenen, aber zuvor hatten wir eine lebhafte Diskussion, die sich natürlich aus verschiedenen Gründen irgendwann im Kreis drehte. MANOWAR, Musiker und das Leben selbst, wurden erörtert. Es war echt geil mit allen zusammen zu sein – wir tranken und feierten gemeinsam. Wir waren zwar am Ende nicht alle derselben Meinung aber wir konnten die des anderen akzeptieren – so wie es eben sein sollte (muss)! Game Over! ;)
2. November Am nächsten Morgen wurde ich wieder wie tags zuvor von Tina geweckt – man, ich liebe diese Frau! Leider mussten nun auch unsere Norweger, Mads und Thor ihren sehr sehr sehr langen Nachhauseweg antreten – richtig coole Typen und wahre Brothers! Wir wollten eigentlich ans Meer, änderten aber doch unsere Pläne um noch einmal das Akropolis zu besichtigen. Die Gruppe war beisammen und Eirini führte uns zielsicher. Am Ticketschalter erhielt ich eine ermäßigte Eintrittskarte, da ich den Marathon gelaufen war. Am Eingangstor fragte mich die freundliche junge Frau, warum ich denn eine ermäßigte Eintrittskarte hätte. Ich zeigte ihr daraufhin meine Medaille. Sie sagte: “Ah jetzt versteh ich. Allerdings müssen Sie die Medaille hier abgeben, da keinerlei Symbole mitgenommen werden dürfen!” Ich war perplex. Hallo, es war doch eine Medaille aus Griechenland, aus Athen, vom landeseigenen Marathon. „Nein, geht nicht!” Wir einigten uns darauf, dass ich die Medaille in meiner Jackentasche verstecken und keine Bilder mit ihr machen würde. Da ich die Griechen und ihr Land sehr respektiere werde ich hierzu lieber keinen Kommentar abgeben. Das Gruppenfoto (während es gemacht wurde, trillerten die Wachen mit ihren Pfeifen und aufgrund des letztjährigen Debakels dachten alle, dass wir gemeint wären…) Da war es - MEIN Stadion! If you're not into metal, you are not my friend Heavy metal or no metal at all - Wimps and Posers leave the hall! (Yeah, Baby, yeah) Eigentlich wollten wir noch ins Museum, aber da sie weiteres Eintrittsgeld verlangten, ließen wir es sein – genug ist genug! So entschieden wir uns noch ein wenig nach Souvenirs zu shoppen – ok, die eine oder eben die eine wollte MEHR shoppen – bevor wir zurück ins Hotel gingen. Ich liebe offizielle Merchandise... Wir sammelten uns und gingen wieder in ein uns bekanntes und sehr gutes Restaurant zum Abendessen. Es gehörte dem Onkel von Spiros Kumpel. Das Essen war echt genial – vor allem das Gyros – wow. Und die Bedienung war wirklich besonders freundlich – man fühlte sich gleich so richtig herzlich willkommen. Und wir durften zu den Klängen von MANOWAR speisen – wie geil war eigentlich das!?! So aßen wir und bangten gleichzeitig – ein Metal-Mahl! Anschließend fuhren wir mit dem Taxi zurück ins Hotel zur letzten gemeinsamen Feier unseres Urlaubes. Wo war nur die Zeit geblieben? True Sisters - Schwarz und Rot aber leider fehlte Gold dieses Jahr... Ich würde sie immer und immer und immer wieder heiraten - aber bestimmt nicht nur weil sie wunderschön ist! ;) Die Party war großartig. Wir leerten unseren gesamten Biervorrat und hatten eine saugeile Zeit miteinander. Weshalb es um so schwerer war, allen adieu zu sagen - besonders Spiros... My Blood Brother in Arms! Spiro, Tina und ich möchten dir unseren besonderen Dank für die ganze Organisation und die Zeit, die du dafür geopfert hast, um uns eine perfekten Urlaub zu machen, aussprechen - du bist einfach brillant - evcharisto mein Freund!
3. November Heute war unser Abreisetag - Fuck. Nach dem Aufstehen servierte uns Magda (endlich) ihren superleckeren Apfelkuchen. Der war echt besonders gut – ein herzliches Dankeschön an dich Magda – das war echt cool! Wir nahmen den Zug zum Flughafen und sagten Adieu zu Lino, Henrik und Chris (die Biermaschine!). Großartige Jungs und ja ich bin mir sicher – wir werden uns wiedersehen! Tja und dann waren es nur noch Tina, Paula, Magda, Miri, Holli und ich, die übrig geblieben waren. Wir hatten aber alle 6 denselben Flug nach Hause gebucht, haha – The Flight Of Death! Und ganz genauso fühlte sich der Flug auch an. Ich hatte fast die ganze Zeit schwitzige Hände und war Gottfroh als wir heil in Frankfurt landeten. Wir sagten schnell Magda adieu, da sie in Eile war ihren Anschlussflug nach Polen rechtzeitig zu erreichen. Unsere verrückte kleine Hexe – immer lächelnd – einfach schön sie dabei zu haben! Wir holten unser Gepäck ab und ich brachte Paula zum Fernbahnhof und erklärte ihr wann und wo sie aussteigen musste, da sie die nächsten 2 Wochen bei Katja in Bad Arolsen verbringen würde. Wir sagten uns mit Tränen in den Äugen auf Wiedersehen und wussten, dass wir uns irgendwo wieder treffen würden... Holli und Lars hatten sich bereits aus dem Staub gemacht – wobei wir aber die beiden zum Glück eh ständig sehen! Wir drei nahmen ein Shuttle, welches ich gerade noch rechtzeitig erreichte, zum Parkhaus und holten unser Auto ab. Auf der Rückfahrt genossen wir endlich mal wieder gutes deutsches Essen – “we had it flame-grilled our way...“ Miri verließ uns und dann waren es nur noch Tina und ich – zu Zweit zu Hause. Ich schrieb Spiros eine SMS und sagte, dass wir ihn vermissen würden…er schrieb mir zurück, dass er ein Gruppen-Abendessen planen würde nur damit er sich nicht so alleine fühlen müsste… Tja und das war’s gewesen – “To Hellas and back again, again”. Fünf unvergessliche Tage mit unglaublichen Menschen – wahre Brothers und Sisters – Familie und Freunde. Tina und ich vermissen EUCH alle! Aber was uns ganz einfach am Leben erhält, ist die Tatsache, dass wir wissen wir werden uns immer und immer wiedersehen…höchst wahrscheinlich – NEIN, definitiv (die meisten auf jeden Fall) – nächsten Mai in Prag. Wir sind kaum eine Woche zurück und die Vorbereitungen für's nächste Treffen laufen schon auf Hochtouren, denn “the stars might be the same wherever you may be” – aber ich bevorzuge sie gemeinsam anzuschauen... HAIL!
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