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Whisky 

 

 

In welchen Ländern wird hauptsächlich Whisky hergestellt:

-Hauptursprungsland Schottland

- Irland

- USA/Kanada

- Japan

 

Was für Arten von Whisk(e)y gibt es?

Single Malt:

Ein Single Malt ist das Produkt einer Brennerei, jedoch nicht aus einem einzigen Faß. Dem Gesetzt nach kann es nach bereits drei Jahren Lagerung verkauft werden. In der Regel wird der Single Malt frühestens nach acht Jahren verkauft. Weiterhin üblich sind 10 Jahre, 12 Jahre und 15 Jahre. Darüber hinaus gibt es natürlich auch ältere. Als sehr bekannte Beispiele für Single Malt sind z.B. Glenfiddich, The Macallan und Highland Park. Sie sind in ihrem Geschmack unverfälscht und je nach Region von mild bis sehr intensiv. 

 

Vatted bzw. Pure Malt:

Hier werden mehrere Single Malts aus verschiedenen Brennereien zu einem Produkt vermischt bzw.  geblendet. Auf dem Etikett der Flasche wird immer das Alter des darin befindlichen jüngsten Single Malts aufgedruckt. Vatted Malt kommen eher selten vor.

 

Blended Whisky:

Die Blended Whiskies sind die bekanntesten, wie z.B. Johnny Walker und Famous Grouse.

Ein Blended Whisky ist die Mischung von Grain Whisky (Getreide Whisky) und verschiedenen Single Malts. Grain Whisky gibt es als Eigenprodukt sehr selten. Dieser wird alleine für das Blenden hergestellt, da er wesentlich günstiger ist als ein Single Malt. Ein Blended Whisky besteht zu ca. 80 Prozent aus Grain Whisky und 20 Prozent Single Malt. Aufgrund dieser Zusammenstellung sind diese wesentlich günstiger im Preis wie ein Single Malt. Und genau hier stellt man den Geschmacksunterschied zu einem Single Malt fest. Das typische an einem Blended Whisky ist sein „spritiger „ Nachgeschmack. Dieser rührt von dem günstigen Grain Whisky.

Als Beispiel führen wir den Famous Grouse an.  Der Famous Grouse besteht zu 80 Prozent aus Grain Whisky und aus  mehreren Single Malt Whiskies, darunter  hauptsächlich aus „The Macallan“ und „Highland Park“.

Im Handel kostet die 1 Liter Flasche Famous Grouse 16 Euro. Dagegen kostet eine 0,7 Liter Flasche Highland Park  (12 Jahre) 30 Euro und eine  0,7 Liter Flasche The Macallan (12 Jahre) 40 Euro.

 

De Luxe Whiskies

Das sind blended Whiskies wie Chivas Regal und Dimple, die einen höheren Anteil an Single Malt Whisky haben.

 

Bourbon (Amerikanischer Whiskey)

Jack Daniels, Jim Beam, Wild Turkey und Makers Mark sind wohl die bekanntesten hiervon. Bourbon Whiskey besteht aus überwiegend (bis zu 79 Prozent) Mais. Zudem kommt noch Weizen und aber auch Gerstenmalz. Ein Bourbon ist, wenn das Alter nicht angegeben ist, mindestens vier Jahre alt. Ein Bourbon Whisky schmeckt anders wie ein Blended Whisky. Bereits von vorne herein ist er sehr scharf.

 

Wie trinke ich Whisky?

Gläser:

Es gibt im Großen und Ganzen zwei verschiedene Arten von Whisky Gläsern. Denn allseits bekannten Tumbler und das so genannte Nosing- oder Tastinglas.

Ein Tumbler ist bei einem Bourbon Whiskey Pflicht. Er hat eine sehr große Öffnung und einen dicken Boden. Ebenso werden Tumbler sehr oft in Bars verwendet. Der Tumbler wird jedoch von Whisky Kennern verachtet.

Trinkt man einen Single Malt benutzt man ein Nosing Glas.

Wir benötigen unbedingt ein tulpenförmiges Glas um das Aroma des Whiskys aufzufangen. Die kleine Öffnung verhindert das schnelle verfliegen des Aromas, es kann  gebündelt mit der Nase aufgenommen werden. Zudem wird der Single Malt handwarm getrunken. Dies ist durch das dünne  Nosing Glas schnell zu erreichen. 

Blender‘s Malt Glass

 Dieses Glas ist völlig neu entwickelt. Dabei wurden besonders die Erfahrungen von Whisky Experten wie Master-Blendern oder namhaften Autoren berücksichtigt. Das Ergebnis aus deren Erkenntnissen ist dieses Glas. Eine Mischung aus Stielglas, um die Blume des Whisky zu erhalten und einem festen Boden wie bei Tumblern, um ihm einen festen Stand zu ermöglichen.

 

Wasser und Eis:

Das typische an einem Bourbon ist, dass er mit Eis getrunken wird. Jetzt wissen wir auch, warum man einen Tumbler hierfür benötigt ;)

Aufgrund der Schärfe des Bourbons ist das Trinken mit Eis angenehmer. Er wirkt dadurch milder.

Einen Single Malt mit Eis zu vermischen wäre eine Todsünde. 

Jeder Single Malt hat ein einzigartiges Aroma, welches sich erst wie kurz zuvor beschrieben bei handwarmer Temperatur und einem Nosing Glas entfalten kann.

Ganz anders sieht es bei der Vermischung mit Wasser aus. Zum Mischen wird ein stilles neutrales Wasser benutzt. Kohlensäure haltiges Wasser und Soda wird hierzu nicht verwendet.

Unter dem Begriff mischen versteht man die Hinzugabe von einigen Tropfen. Dies empfiehlt sich bei besonders intensiven oder bei cask strength Whiskies.  Ebenso tut man einige Tropfen Wasser bei einer neu geöffneten Flasche hinzugeben, da der Whisky aufgrund des Platzmangels in der Flasche intensiver schmeckt.

Der große Unterschied beim Trinken zwischen Bourbon und Single Malt ist, dass der Bourbon schnell heruntergekippt wird und der Single Malt laaaangsam genossen wird.

Ein Masterblender aus Schottland sagte, dass jeder Single Malt mindestens so lange im Mund behalten werden sollte, wie er alt ist. Also mindestens 12 Sekunden.  

 

Wie wird Whisky hergestellt?

Um Whisky herzustellen benötigt man Wasser. Es gibt keine Distillery, welche nicht in der Nähe eines Flußes gelegen ist.

Gerstewird gemalzt. Das bedeutet, die Gerste wird mit Wasser  in Tanks vermischt (2-4 Tage). Traditionell wird die Gerste auf einem Malting Floor ausgebreitet, damit sie ankeimen kann.  Die Gerste muß von Hand mehrfach täglich gewendet werden.

Hierbei gibt die Stärke der Gerste Zucker frei. Das Ankeimen wird im richtigen Moment dadurch gestoppt, indem man die Gerste über einem  Ofen trocknet.  Der Ofen wird überwiegend mit Torf angeheizt.

Der Torf gibt der Gerste seinen Geschmack. Je nach Region überträgt der Torfeinen mehr oder weniger rauchigen Geschmack.

Das Gerstenmalz kommt in eine Mühle. Das hierbei entstandene geschrotete Getreide nennt sich Grist.  Im nächsten Schritt kommt das Grist in einen Maischtank. Hier wird es mit heißem Wasser mehrfach  vermischt. Damit geht man sicher, das sich der gesamte Zucker lösen konnte. Es entsteht eine süße nicht alkoholische Flüssigkeit (wort). Die festen Bestandteile werden entfernt und als Rinderfutter verwendet.

Das Wort wird gekühlt und wird in große Washbacks (riesige Tanks) gefüllt. Hierbei wird Hefe hinzugefügt. Der Gärprozeß setzt ein, die Hefe verändert den Zucker in dem Wort zu Alkohol. Dieser Prozeß dauert ca. 2 Tage. Das Resultat ist eine schwache alkoholische Flüssigkeit, genannt wash (mit Bier zu vergleichen).

Das Wash  wird dann in die Brennblase gefüllt. Jede Brennerei hat eine eigene Form von Brennblasen. Man sagt dieser Form nach, das sie den größten Einfluß auf den Geschmack hätte.

Eine Brennblase mit einem kurzen Hals verleiht dem Whisky einen intensiveren Geschmack, während eine mit einem langen Hals einen leichten Geschmack erzeugt.

Das Wash wird darin erhitzt. Da Alkohol einen niedrigeren Siedepunkt als Wasser hat, entweicht der Alkohol Dampf  direkt in eine zweite Brennblase. Dieses Destillat wird nun low wine genannt.  Dieser Prozeß wird wiederholt. DieFlüssigkeit fließt nun durch den so genannten Spirit Safe.

Dieser ist einplombierter Glaskasten mit Flüssigkeits- und Alkoholmessgeräten. Der Brennmeister regelt von außen den Weg der Destillatstufen. Hiervon gibt es drei.  Der  middle cut wird zunächst in große Tanks abgefüllt. Der Alkoholgehalt beträgt ca. 75 Prozent. Anschließend das Destillat in Fässer abgefüllt.

 

Wie und in welchen Fässern wird Whisky gelagert?

Whisky muß in gebrauchten Eichefässern lagern. Der Geschmack frischer Fässer wäre zu intensiv. Statt dessen verwendet man gebrauchte mildere Fässer. Es bieten sich Bourbon Fässer an, die in der Regel bereits für zwei bis vier Jahre Whiskey lagerten. Bourbon Fässer werden vor dem Gebrauch kurz ausgebrannt.

Dies heizt das Holz auf, der Holzzucker karamellisiert. Er verursacht die bräunliche Farbe des Whiskies. Durch das Feuer wird das Lignin des Holzes in das chemisch verwandte Vanillin verwandelt. Im Bourbon schmeckt man es deutlich. Im Single Malt ist es oft noch spürbar.

Die Holzkohleschicht auf der Innenseite des Fasses führt nicht zu einem rauchigen Whisky. Die aktiv Kohle filtert vor allem die scharfen Bestandteile aus dem Whisky.

Der zweite Faßtyp ist das spanische Sherry Fass. Auch hier findet ein Geschmacksübertrag von der Fasswand  statt. Sherry Aromen von sweet bis dry sind möglich.

Die letzte große Einflussnahme erfolgt bei der Lagerung. Über Jahrzehnte wandeln sich die frischen Aromen in reife Aromen. Die Rauchigkeit, lässt nach und der Whisky übernimmt aus der Fasswand mehr und mehr Substanz. Das Fassholz wird richtig gehend ausgelaugt.

Auch die Umgebung hat einen besonderen Einfluß auf Whisky. Mit der Erwärmung des Fasses im Sommer wird Fassluft durch die Holzporen nach außen gedrückt. Etwa ein Prozent Whisky verdampft so pro Jahr. Der verdampfte Whisky wird liebevoll „Angels’ Share“ genannt.

Mit der Abkühlung im Winter nimmt das Fass erneut Umgebungsluft auf. Liegt das Fass nahe am Meer, so enthält diese Seeluft und Jod, aber auch den Duft von Seetang und Seegras.

In den gemäßigten Lowlands sind die Temperaturunterschiede nicht so groß wie oben in den rauen Highlands. Das Fass atmet in den Hochregionen der Highlands stärker.

Rauchigkeit, Gärung, Brennblasen, Fässer und Lagerung haben großen Einfluß auf den Geschmack des Whiskys.

 

Das fertige Produkt:

Wir haben ja gehört, dass das Destillat mit ca. 75 Prozent Alkoholgehalt zur Lagerung in die Fässer abgefüllt wird. Im Laufe der Jahre nimmt der Alkoholgehalt stetig ab. Ein Whisky, der 10 bzw. 12 Jahre gelagert war, weist einen Alkoholgehalt von ca. 55 Prozent auf.

Würde man diesen Whisky unverdünnt in Flaschen abfüllen, so hätten wir einen so genannten Cask Strength Whisky. Dies wird jedoch sehr selten praktiziert.

Single Malt Whisky muss einen Alkoholgehalt von mindestens 40 Prozent haben. Um diesen zu erreichen wird der Whisky mit Wasser verdünnt.

Anzumerken wäre noch, dass ein 10 Jahre alter Whisky ein 10 Jahre alter Whisky bleibt. D. h. eine Nachreifung in der Flasche findet nicht statt.

Der Masterblender:

Der Masterblender ist der wichtigste Mann bei der Herstellung des Whiskys. Zuvor haben wir erfahren, dass es Blended Whiskies gibt. Diese werden hergestellt aus Grain Whisky und Single Malt, das heißt diese beiden Arten werden vermischt.

Wenn man nun eine Flasche 10 Jahre alten Single Malt kauft, wird man feststellen, dass jede dieser einzelnen Flaschen den gleichen Geschmack aufweist. Da der Whisky aufgrund seiner Lagerung in jedem Fass anders schmeckt, muss der Masterblender die Whiskies untereinander vermischen. Damit es aber bei einem Single Malt bleibt, vermischt er natürlich nur den Whisky aus seiner Brennerei. Somit kann es vorkommen, dass in einem 10 Jahre alten Single Malt auch Whiskies darin vorkommen, welche älter sind.

 

Durch was wird der Preis eines Whiskys bestimmt?

Ein Blended Whisky ist deshalb am günstigsten, wegen dem sehr hohen Anteil an Grain Whisky, der lediglich drei Jahre lagern muß.

Beim Single Malt ist das Alter das Entscheidende. Hier kommen wir zum „Angel’s Share“ zurück. Da ja ein Prozent pro Jahr verdampft, ist in einem Fass welches 25 Jahre lang  gelagert hat, wesentlich weniger Whisky übrig, wie in einem Fass welches nur 10 Jahre gelagert wurde.

 

Die verschiedenen Whisky-Regionen Schottlands:

 

Lowlands:

 

Lowland Malts kommen aus der südlichen Hälfte Schottlands, unterhalb der Highlands. In ihrem Geschmack sind sie ein sehr guter Trittstein um den Wechsel von Blended Whiskies zu Single Malt zu vollziehen. Ihr Geschmack ist weich und leicht. Sie haben aber auch eine sanfte Süße, welche sie auch für mehr erfahrene Whisky Trinker interessant machen.

Typische Lowland Whiskies:

Glenkinchie, Auchentoshan, Rosebank

 

Speyside:

Die Speyside gehört eigentlich zu den Highland Malt Whiskies und liegt nördlich der Lowlands.  Hier sind auch die aller meisten Brennereien angesiedelt. Ein Speyside Whisky zeichnet sich durch eine sanfte, jedoch malzige Süße so wie eine kleine Note Torf aus.

Typische Speyside Whiskies:

Glenfiddich, The Macallan, Glendronach,Cragganmore, Longmorn

 

Highlands:

Das Highland ist die größte Region und erstreckt sich eigentlich über das gesamte restliche Schottland. Die Whiskies in den nördlichen Highlands sind relativ weich, teilweise trocken, aber auch mit fruchtig süßem Geschmack.

Tpyische nördliche Highlandwhiskies:

Tomatin, Dalmore, Glenmorangie

Von den Orkney Inseln stammt der Highland Park. Die nördlichste Brennerei Schottlands. Dieser Whisky verbindet die Rauchigkeit mit der Süße.

Auf der Isle of Skye gibt es eine Brennerei. TALISKER. Dieser Whisky enthält zwar Elemente von einer malzigen fruchtigen Süßigkeit,  überwiegt aber in seinem torfigen Geschmack. Dieser befindet sich irgendwo zwischen Highland Park und den Islay Whiskies.

 

Islay:

Aus dieser Region, welche süd-westlich in Schottland liegt, stammen die intensivsten Single Malt Whiskies. Ihr Haupteinfluß ist der Torf. Die Süße tritt in den Hintergrund, die Rauchigkeit explodiert im Mund. Der torfige Nachgeschmack kann bis zu Stunden andauern. Er wird auch liebevoll als „Moorleiche“ bezeichnet.

Typische Islay Whiskies:

Laphroaig, Lagavulin, Ardbeg, Caol Ila.

Mildere Vertreter: Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain

Die Sorten