|
Irland - Nordirland 2009 |
|
|
|
Reisebericht Irland - Nordirland Mai/Juni 2009 Wir mussten sehr früh am Samstagmorgen aufstehen und waren bereits 10 vor 6 am Bahnhof in Sersheim. Bis wir endlich in den Flieger in Köln einsteigen konnten, mussten wir 5-mal umsteigen. Davor hatte ich echt ein wenig Angst – würde die DB immer pünktlich sein. Meine Erfahrungen sprachen dagegen, aber es klappte – unglaublich aber wahr. Wir waren pünktlich in Köln angekommen um dann dort doch die erste Verspätung des Tages zu erleben. Der Flieger startete zwar 30 Minuten zu spät, erreichte aber Dublin 10 Minuten früher als die geplante Ankunftszeit – also war alles wieder super safe…
Die frühmorgendliche Guinness-Nägel-Metal-Gabel der Liebe und Zerstörung Nach der Landung holten wir unseren Mietwagen ab und stürzten uns in den innerstädtischen Verkehr Dublins – es war Samstagnachmittag und es war die Hölle los. Wir suchten unser Hotel, welches in der Stadtmitte lag und zwar genau 700 Meter vom St. James Gate (Guinness) entfernt – Zufall – eher nicht, nicht! Das Schlimmste an der ganzen Sache war auch noch, dass alle anderen auf der falschen Straßenseite fuhren – oh mein Gott. Das suizidale Gefühl, welches einen überkommt wenn man in einen Kreisverkehr von der falschen Seite einfährt muss man einfach selber mal erlebt haben… Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, die auch mal etwas lauter sein kann, fanden wir uns im irischen Verkehr zu Recht. Unser Hotel – ein Best Western war echt extra klasse. Ich wollte ausgeruht für Montag sein und nicht in irgendeinem kleinen miesen super-weich Matratzenlager unseren Urlaub beginnen. Der Marathon war mir wichtig. So checkten wir schnell ein und gingen schnurstracks zur Guinness Brauerei – kann man einen Irlandurlaub standesgemäßer beginnen – ich denke nein. Wir schlenderten durch das schöne Gebäude und genossen unser erstes Guinness auf dem Dach. Danach gingen wir in den Store, so dass Tina endlich mal der Welt zeigen konnte, was ihr liebstes Bier ist! Anschließend hatten wir ganz schön Hunger und gingen vollends in die Stadt – wir wollten ein indisches Restaurant finden, fanden aber logischer Weise keins. Es war sacke heiß und wir gingen umher. Aufgrund des verlängerten Wochenendes war auch die Hölle los. Menschen überall – nach der langen Anreise hatten wir eigentlich auf diesen Trubel gar keinen Bock. Wir gingen dann in das Hard Rock Café zum essen – zwar nicht indisch aber bekannt und gut. Dann kam der erste Schock des Urlaubs – das Essen war doppelt so teuer wie in Deutschland – leckfett – für einen Burger mit Pommes 19 Euro – das braucht keiner – das Bier hingegen war gleich teuer. Für mich war es nun klar warum die Iren so viel tranken… Nach dem Essen gingen wir zurück zu unserem Hotel, hielten allerdings in einem Local Pub an um ein Paar Guinness noch zu ziehen. Wir waren natürlich noch nicht “angekommen” und unterhielten uns über das was nun folgen würde… Am nächsten Morgen genossen wir ein fulminantes Frühstücksbuffet im Hotel – ich aß 5 Eier mit Unmengen von Speck – Tina gönnte sich Bohnen mit Würstchen. Danach fuhren wir nach Cork, welches ganz im Süden von Irland liegt. Eigentlich hatte ich mit Xoan am Vorabend ausgemacht, dass wir gegen 14 Uhr ankommen würden, aber aufgrund des geringen Verkehrs und meinen stets steigenden Fahrkünsten erreichten wir Cork bereits um halb eins. So gingen wir zum Rathaus, wo ich meine Startunterlagen abholte. Ich rief Xoan an, der natürlich unter der Dusche stand, hehe. Er holte uns anschließend ab und wir gingen zu seiner Wohnung. Das Gebäude war ein ehemaliges Hotel. Die Wohnung hatte einen wunderschönen Blick über die Stadt aber keine Klima und es war verdammt heiß – ich meine was sollte das denn, wir waren doch in Irland – wir hatten doch ein Anrecht auf Regen, oder nicht? Wir sagten Sophia hallo und Tina entdeckte Xoans elektronisches Schlagzeug. Sie spielte wie wild und es machte ihr Spaß – mehr sage ich dazu nicht, denn dafür liebe ich sie zu sehr. Ich gab gleich freiwillig auf. Später gingen wir in die “Stadtmitte” von Cork und trafen Kostas, aßen in einem coolen Ami-Diner und schauten uns anschließend die Stadt an. Xoan und Kostas sprachen immer davon wie scheiße sie Cork finden würden – Tina und ich konnten das gar nicht verstehen – es war doch ein schönes altes Städtchen mit Millionen von Pubs – was wollte man mehr? Gut, für jemand wie Xoan, der kein Bier trinkt macht das Ganze sicherlich nur halb so viel Spaß! Nein – ich werde diese Sonnenbrille nicht kaufen – die ist nämlich einfach Schei…! Nach dem wir uns eine sehr schöne Kirche angeschaut haben, sind wir in mehrere Pubs gegangen – natürlich nur zu Bildungszwecken. Wir mussten nämlich den Unterschied zwischen Beamish, Murphy’s und Guinness testen um das wahre „Stout“ zu krönen. Touri-Bier oder nicht - Guinness siegte Haus hoch – die anderen waren einfach zu süß. Wir spazierten weiter und hatten natürlich wieder Hunger. Wir gingen über den Rory-Gallagher-Platz was ich ziemlich cool fand, denn er war zu Lebzeiten ein super Gitarrist (tot spielt jeder schlecht). Ich wusste gar nicht, dass er aus Cork stammte. Na ja, wie auch immer – wir gingen dann zu einem grandiosen Mexikaner und hatten ausgesprochen leckere Fajitas. Der Abend wurde in einem Pub beendet, wo Kostas seine Freundin, Natalie, uns vorstellte. Ein echt nettes Paar. Der Abend wurde schnell beendet, denn ich hatte ja großes vor am nächsten Tag - oder auch nicht... Pisica ist die WAHRE Eigentümerin der Wohnung – nette Katze aber doch sehr eigen. “Hey, was soll das? Ich soll von MEINEM Bett runtergehen, das kann ja wohl nicht sein!”. Wir sind am nächsten Morgen um 6 aufgestanden. Ich duschte und war für meinen Marathon bereit – so hoffte ich. Tina, Kostas und Xoan begleiteten mich – aber die Geschichte findet ihr hier: http://www.master-of-the-wind.de/MarathonCork.html Nachmittags gingen wir zu einem Restaurant und speisten ein wenig – der Lauf hatte hungrig gemacht. Und dort begann dann auch unsere Forumsparty vom House Of Death (MANOWAR-Forum). Unser sehr “irischer” Paddy aus Nordirland war als erster da. Anschließend kam Pete aus Wicklow, der gleich noch ein paar Freunde mitbrachte. Wir begannen zu trinken und es herrschte eine sehr angenehme Stimmung. Ich war zwar ein bisschen müde und hatte keine Bock die Treppen hinauf zur Toilette zu steigen, aber ich war innerlich sehr zufrieden. Wir gingen später noch mal zum Restaurant zurück – wie gesagt laufen macht hungrig –ich weiß zwar nicht warum alle anderen auch so viel aßen aber wir vom House Of Death halten eben bei allem zusammen. Als die Stimmung dann etwas abebbte, bebte plötzlich die Erde – Sam und Jen aus Belfast waren angekommen und strahlten vor Freude – einfach ein großartiges Paar, so dass der Funke gleich übersprang! Die richtige Party konnte beginnen! Jen hatte endlich ihre Zwillingsschwester gefunden und wir hatten alle einfach Spaß zusammen. Es gab nur ein Problem – ich verstand den nordirischen Dialekt nicht – was wiederum unser Paddy gar nicht verstand. Na ja, ich würde noch genügend Gelegenheit haben auch dieses Problem zu meistern. Wir tranken eins nach dem anderen, redeten über dies und das und natürlich MANOWAR. Der Pub machte dicht und wir sind dann letztendlich in einer miesen Disco gelandet, wo echt beschissene Musik lief. Der DJ hatte ein Erbarmen mit uns und legte wenigstens ein bisschen Hard Rock auf, so dass wir doch noch gemeinsam headbangen konnten. Es war ein großartiger Tag, den wir um 3.00 Uhr beendeten – a bißle betrunken aber was soll’s – und a bißle kalt war’s auch. Am nächsten Tag besuchten wir die Universität Cork, wo Xoan arbeitet. Ein wunderschöner Komplex – im Stile von Harry Potter. Durch das einfache Betreten des Geländes fühlte man sich um einiges intelligenter – echt geil – nur leider beim Verlassen war alles wieder weg. Sam, Jen und Paddy verließen uns nachmittags, denn sie mussten zurück nach Nordirland. Es war echt super cool sie kennen zu lernen – Menschen, die man einfach lieben muss. Sie hatten uns zu sich eingeladen, aber wir mussten absagen, denn wir würden es einfach nicht nach Belfast schaffen – zu weit weg und zu wenig Zeit – verdammt!!! Pete war bereits nach Hause gegangen, so dass wir ihn gar nicht mehr sahen – war aber echt klasse, dass er am gestrigen Tag den Weg in den Süden gefunden hatte. Xoan nahm uns auf eine Sightseeing Tour zum Ozean. Irgendwann konnte ich aber (wollte auch) nicht mehr gehen. Wir gingen zurück nach Cork und aßen endlich in einem indischen Restaurant – echt geiles Essen! Da kam ein seltsames Paar herein und nahm das Menü vom Kellner entgegen. Sie studierten es wie wild. Als der Kellner zurückkam sagten, sie dass sie nichts bestellen möchten, da sie eher Lust auf italienisches Essen hatten. Ah ok, das Restaurant hieß zwar ”Bombay Palace”, aber gut – ich gehe einfach davon aus, dass sich das Paar während den Erdkundestunden in der Schule, die sie geschwänzt hatten, kennenlernten…oder so! Ein Vogel Ein Finger Eine verrückte Ehefrau Kostas und Natalie stießen zu uns und wir gingen in ein – na, ihr wisst es bestimmt schon – in ein Pub. Sie machten uns nette irische Geschenke, die wir liebten – Danke noch mal!!! Es war unser letzter Abend in Cork und wir besprachen unsere weiteren Pläne. Wir wollten auch Kostas überreden nach Deutschland zur Loreley auf das Magic Circle Festival im Juli zu kommen – an dem Abend klappte es zwar nicht, aber er hatte sich dann doch noch rechtzeitig entschieden und soweit ich weiß, hat er es nicht bereut. Schade nur, dass Natalie kein Heavy Metal hört. Ich habe aber immer noch die Hoffnung, dass Master Of The Wind dies eines Tages ändern könnte... Am nächsten Morgen hatten wir ein klasse Frühstück, welches wie jeden Morgen von Sophia liebevoll zubereitet wurde. Wir möchten uns natürlich auch ganz herzlich bei ihr bedanken. Wir fuhren Xoan zur Arbeit und verabschiedeten uns. Man das tat weh und so machten wir es kurz – wie Männer eben. Wir hatten so einen super Aufenthalt und die Gastfreundschaft von Xoan war einfach spitzenmäßig – einfach eine Top-Betreuung. Wir fuhren nach Norden und entschieden uns irgendwann schnurstracks in die Connemara zu fahren. Auf dem Weg unterhielten wir uns viel – wie immer eigentlich und ich sagte: “Hmh, Belfast wäre schon cool, gell!?” “Schnucki, da hast du wohl Recht!” Also, entschlossen wir uns nicht die letzten zwei Tage in Dublin zu verbringen – wir hatten die Stadt schon gesehen und fanden sie eh nicht so toll. Ich rief Xoan an und fragte nach der Nummer vom Sam. Xoan gab mir die Nummer und lachte sich dabei tot. Ich rief Sam an und fragte, ob sie für uns am Sonntag Zeit hatten – das verrückte Paar hat dann einfach ihre Wochenendpläne total umgeworfen, so dass wir sie besuchen konnten. Aber dazu später mehr… Wir kamen in Galway an und die ganze Stadt stand Kopf – da war irgendein Riesen-Event im Gange, aber wir wollten doch unsere Ruhe – wir schauten uns gegenseitig an und Tina fragte mich ob ich noch fahren konnte. Ich sagte ja – ich war zwar am Sack, aber ich wollte hier raus und zwar gleich. So fuhren wir weiter in die Connemara hinein und kamen zu einem Ort, dessen Name wir gar nicht einmal aussprechen konnten - Oughterard. Ein kleines Dörfchen aber echt nett – natürlich ohne indisches Restaurant aber egal. Wir checkten in ein Bed and Breakfast und suchten etwas zum Essen. Wir entschlossen uns zum Chinesen zu gehen, was sich als fataler Fehler erweisen sollte. Das Essen schmeckte dermaßen schlecht – Knoblauch pur – das wäre sogar zuviel für meinen Schwiegervater gewesen… Aber an Gewichtszunahme war auf gar keinen Fall zu denken und so hatte das Essen auch seinen Vorteil. Wir gingen in ein Local Pub, tranken ein paar Guinness und obwohl wir beide todmüde waren, bleiben wir bis die Band anfing. Die „Band“ bestand aus einem Gitarristen und einer Akkordeonspielerin. Die beiden waren aber dermaßen gut, so dass wir es noch lange bei traditioneller irischer Musik aushielten. Ein geiler Abend. Tags darauf fuhren wir durch die Connemara und wanderten sogar zum Diamond's Head – meine Beine waren fast wieder normal. Es war ein schöner Tag, aber der Funke, der wie in Schottland übergesprungen war, wollte in Irland einfach nicht zünden. Abgesehen vom Ozean, war die Landschaft wie bei uns zu Hause. Und grüner war die Insel auch nicht. Aber was wir unendlich schätzten waren die freundlichen Menschen und ihre Gastfreundschaft – das werden wir mit Sicherheit nie vergessen! Abends aßen wir Irisch und gingen wieder in unseren Pub. Die Band des Abends war zwar vollständig, aber dafür ein wenig eingerostet. Die Musik war trotzdem gut und das kalte Guinness ebenso - wie jeden Abend! Am nächsten Tag fuhren wir nach Cliffdon und wollten ein wenig wandern. Wir mussten auf der Straße wandern. Entweder waren wir zu blöd einen Weg zu finden oder gab es einfach keinen. Das war auch etwas was uns störte – die ganze Insel war eingezäunt – klar, die steinerne Mauern und Büsche waren schön – idyllisch, aber total störend, denn du konntest nicht einfach irgendwo hinlaufen. Wir mussten über Zäune klettern um letztendlich ans Meer zu gelangen und das war echt uncool. Natürlich hatten sie ihre Zäune wegen den unendlich vielen Schafen, aber das Witzige war, dass die Schafe trotzdem auf der Straße entlang liefen. Apropos Straßen – die Straßen in Connemara, (eine Touristenhochburg meiner Meinung nach) waren schrecklich – na ja, in Deutschland wären das bessere Feldwege. Löcher noch und nöcher. Mein Rücken jaulte vor Schmerzen!!! Endlich konnte Tina ihre Connemara Ponys sehen. Sieht irgendjemand den ich kenne ganz schön ähnlich... So verließen wir unsere “Mum”, die stets für ein mega-monster-mäßiges irisches Frühstück gesorgt hatte und fuhren nach Port Laoise um ein weiteres Mitglied des House Of Deaths zu besuchen. Wir lernten ihn und seine Familie ein Jahr zuvor – na, wo wohl – natürlich auf dem Magic Circle Festival in Bad Arolsen kennen. Auf dem Weg dorthin machten wir einen geschickten halt bei der Tullamore Dew Brennerei. Es war das historische Gebäude – der Whiskey wird seit 1975 in Middleton gebrannt. Es war echt schön und außerdem war ein Gratis Whiskey im Preis enthalten. Wir fuhren vollends nach Port Laoise und Dave holte uns an einer Tanke ab. Wir folgten ihm zu seinem wunderschönen Landhaus, welches außerhalb der eigentlichen Stadt war. Und an diesem Tag schüttete es wie aus Eimern – jawohl, endlich waren wir in Irland angekommen. Das Gefühl war da – nenn uns verrückt und ich könnte wohl nicht widersprechen. Trotzdem wollten Dave und seine Frau, Catherine, uns eine wunderschöne Burgruine zeigen: The Rock Of Dunamaise – echt klasse. Dave klärte uns über die Geschichte auf während wir völlig durchnässt wurden. Wir lachten wie gestört und scherten uns einen Dreck drum – es war ein geiler Tag! Zurück im Haus wechselten wir die Klamotten und tranken ein Guinness – es sollte das Erste Unzähliger werden – wir warteten dann geduldig bis halb sechs damit wir endlich zum Inder zum Essen gehen konnten – das war mal ein super Zufall. Dave und Catherine waren genauso scharf auf indisches Essen wie wir – und WOW, das Essen dort war mehr als deliziös – mir läuft das Wasser schon im Munde beim schreiben dieser Zeilen zusammen. Obwohl Dave tatsächlich fertig brachte Pommes zu seinem Gericht zu essen... Abends gingen wir in das Deadman's Inn und hatten eine Menge Spaß und wurden dabei sogar etwas betrunken, hehe – lag wahrscheinlich an den Unmengen Stout, das wir vernichteten. Zu Hause feierten wir dann noch in Catherines Geburtstag hinein und waren irgendwann alle ziemlich strack. Dave entschuldigte sich am nächsten Morgen dafür, dass er auf der Couch eingeschlafen war – hah – hätte er sich sparen können – ich wusste es eh nicht mehr... Wir standen auf und fühlten uns völlig lädiert – aber es war es wert. Wir hatten mal wieder ein grandioses Frühstück und sahen uns hierbei eine Iron Maiden DVD an – Metal-Menschen sind einfach cooler als andere. Wir mussten dann aber auch schon wieder los und verabschiedeten und bedankten uns für die großartige Gastfreundschaft von Dave und Catherine. Wir fuhren in Richtung Norden und ich muss zugeben, dass Tina und ich niemals alleine nach Belfast gefahren wären. Es hatte etwas Gefährliches an sich und wenn man die Geschichte Revue passieren lässt dann war es das auch – na ja, Betonung auf war! Die Reise war total easy – die Motorways sind echt klasse – fast – denn du findest kein einziges Klo auf der ganzen Strecke – unglaublich! Kurz vor 3 kamen wir dann außerhalb von Belfast an und wurden von Sam und Jen sicher durch die Stadt gelotst. Wir fuhren dann zu ihrem wunderschönen Haus in Carrickfergus. Ich musste gleich mal was erledigen und fragte Jen anschließend wie man denn das verdammte Fenster im Bad öffnen könnte – sie sagte es wäre kaputt – und ich dachte, oh Scheiße… Sie hatten ein riesiges Grillfest für uns vorbereitet. Jens Eltern und Bruder mit Frau und Baby kamen auch und wir fühlten uns sofort in der Familie herzlichst aufgenommen. Wir aßen Unmengen und hatten Spaß zusammen – Jens Eltern sind ja mittlerweile auch ganz große MANOWAR Fans geworden ;). Später kam dann noch Paddy mit seiner Frau und wir stimmten uns auf das Magic Circle Festival im Juli mit einer MANOWAR DVD ein. Am nächsten Tag nahm uns Sam mit auf eine Sightseeing Tour durch Belfast und ich muss sagen, die Stadt ist echt wunderschön! Leider musste Jen arbeiten, so dass wir zu Dritt unterwegs waren. Wir besuchten den Kai, wo die Titanic gebaut wurde – was ich vorher gar nicht wusste… Anschließend besuchten wir auch die protestantischen und die katholischen geprägten Stadtteile. Dort waren bunte Wandgemälde zu betrachten, die bei mir schon ein seltsames Unbehagen auslösten. Ich persönlich werde niemals verstehen wie man einen anderen Menschen wegen seiner anderen Religion töten kann. All diese verdammten Heuchler sollten mal ihre Bibel richtig lesen und danach leben und sie nicht interpretieren wie es ihnen gerade passt. Ich meine hallo, wir leben doch im Jahre 2009 in einer zivilisierten Welt, oder?!!! Scheiß auf die verschiedenen Religionen – lernt mal endlich miteinander gemeinsam und mit Toleranz und Respekt zu leben. Na ja, die Situation in Belfast hat sich ja mittlerweile beruhigt – hoffen wir, dass es so bleibt. Wir beendeten unsere Tour in einem welt-berühmten Pub und kamen so noch zu einem super-leckeren Irish Stew. Und so war es an der Zeit wieder einmal Abschied zu nehmen. Wir hatten wieder eine großartige Zeit gehabt und die Gastfreundschaft von Sam und Jen war genauso wie wir es im gesamten Urlaub erleben durften! Wir fuhren zurück nach Dublin, checkten wieder im Best Western ein und begaben uns zur Jameson Brennerei. Angekommen waren wir 10 Minuten vor der Schließung und konnten so noch die letzte Tour mitmachen. Nenn uns Minimalisten aber es funktionierte einwandfrei! Der letzte Abend in Irland war ziemlich relaxt. Wir waren eh noch total am Sack vom vielen Feiern. Zum Schluss gab’s noch mal die obligatorischen Fish & Chips, die wunderbar mundeten. Wir gingen früh zu Bett. Morgens fuhren wir dann zum Flughafen und tranken unser letztes Guinness. Der Rückflug war so was von entspannt – wir kamen so früh in Köln an, dass wir sogar noch einen früheren Zug nehmen konnten, nicht so oft umsteigen mussten und schon um 7 zu Hause waren. Sodele – das war also Irland – ich muss zugeben, dass das Land uns nicht komplett überzeugen konnte. Es war einfach zu ähnlich zur Heimat – ich will halt im Urlaub was anderes sehen. Aber zählte das – nein – es war wirklich scheißegal! Wir hatten so viele wundervolle Menschen kennengelernt und erhielten so viel unglaubliche Gastfreundschaft von unseren Freunden. Und das war mehr als unbezahlbar. Xoan, Sophia, Kostas, Natalie, Paddy, Pete, Sam & Jen und Dave & Catherine hatten unseren Urlaub zu einem einzigen großen Nachhausekommen gemacht. Wir hatten eine so großartige und unvergessliche Zeit nur wegen ihnen – also, vergesst die Zäune – und außerdem hat Irland immer noch das beste Bier der Welt...
|