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Die Besteigung des Kilimanjaro

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Der Berg

Der Kilmanjaro befindet sich in Tanzania und grenzt an Kenia. Er ist der höchste Berg Afrikas und der größte freistehende Berg der Welt. Er ist 60 km lang und 40 km breit. Er besteht aus drei miteinander verwachsenen Vulkanen, Kibo, Mawenzi und Shira, die erloschen sind. Der Uhuru-Peak ist sein Hauptgipfel und fast ganzjährig schneebedeckt. Er wird nach neuesten Vermessungen mit 5896 m u. NN angegeben. Sein Kraterdurchmesser ist 2,5 km. Bei der Besteigung durchquert man mehrere Vegetationszonen, vom Bergdschungel über Heidelandschaft, bis hin zu Schnee und Eis.

Gio's Kili

 

Der Gedanke

Es ist schon witzig, besser gesagt, Tina und ich sind eigentlich witzig. Vor allem, lernen wir immer wieder, dass wir immer mehr gemeinsam haben! Dazu gehört wohl neben Ehrgeiz, auch Abenteuerlust! Die Idee den Kilimanjaro zu besteigen, ist nach unserer Wanderung durch den Grand Canyon im Juni 2004 enstanden. Wir sind damals an einem Tag zum Colorado River und zurück gewandert: 1370 Höhenmeter vom Canyonrand zum Flußbett, 25 km Strecke in 9 Stunden, bei morgens 12 Grad/ab mittags 42 Grad Celisius. Mit Schmerzen in sämtlichen Knochen, aber mit einem überglücklichen und aber auch erhabenen Gefühl, etwas Besonderes geleistet zu haben, wurde dieser Gedanke geschmiedet. Tina's Opa hatte ja die Besteigung im stolzen Alter von 65 Jahren noch geschafft. Mein Freund, Thomas, der zu besonderen Anlässen "Gioberte" genannt wird und ebenso den Gipfel bereits erklommen hatte, hatte uns auch erzählt, dass der Kili "begehbar" wäre. Mit Bergsteigen haben nämlich Tina und ich nichts am Hut. Man bräuchte eine gute Kondition und man müsste mit der Höhenluft klar kommen. Das Zweitere wird sich leider erst vor Ort zeigen - davor haben wir beide wohl auch den größten Respekt! Ja, und mit Zelten über mehrere Tage hinweg, haben wir eigentlich auch nichts am Hut. Wir hassen Campen und ziehen es vor auf unsere Reisen ein schönes Motel zu beziehen. Aber die Abenteuerlust hat gesiegt. Und der Ehrgeiz ist geblieben - wir wollen es schaffen und genau deshalb werden wir es auch versuchen. Und wie wir im Schwabenländle zu pflegen sagen: "Dahoim sterbed Leid' (soll heißen: wer nicht wagt, hat schon verloren!)...

 

Der Entschluss

Und so wurde der Entschluss gefaßt. Der Entschluss gemeinsam den Kilimanjaro zu besteigen. Eben wie unser Leben  - Hand in Hand - gemeinsam von Anfang bis Ende - egal wo das Ende sein würde.

Füreinander - Miteinander

 

Die Vorbereitung

Nach dem Lesen unzähliger Reiseberichte, Gespräche mit Verwandten, Freunden und Kollegen, haben wir im August 2006 unsere Reise gebucht.

Als erstes Equipment für die Reise haben wir uns über Ebay Stirnlampen von Petzl (Myo XP) besorgt und schon ausprobiert. Wir waren mit unserem Pferd durch den finsteren Herbstwald spazieren - der Wald war allerdings gar nicht mehr finster. Der Pferdeführer mit Streu- und der andere mit Fernlicht und schon sah man ALLES - coole Sch*iße! Und am 07. November war Gioberte bei uns und hat mal so einiges über die notwendige Ausrüstung erzählt. Wie gesagt, da Tina und ich trotz diesem Urlaub, wohl eher nicht zu Campern werden, hat Gioberte gleich mal einen gescheiten Schlafsack, eine Iso-Matte und einen kleinen Rucksack mitgebracht - Seesack und Gamaschen wurden nachgeliefert. Tina's Kollegin, Sandra, überließ uns ihren 70 Liter Rucksack. Von unseren (ehemaligen) Pfadfindern, Tina's Schwester, Kathy, und deren Freund, Matthi, konnten wir noch den zweiten Schlafsack und eine Iso-Matte ausleihen. Tina bekam noch eine "Lara-Croft-Survival-Weste" dazu. Den Rest konnten wir bei Aldi, Decathalon und der ortsansässigen Apotheke (und damit meine ich nicht den Sport-Scheck...) besorgen.

Zur Vorbereitung auf ein solches Unternehmen gehört wohl auch der sportliche Teil. Tina und ich laufen regelmäßig und sind dieses Jahr besonders viel gewetzt. Ich bin einen Marathon in Salzburg und Tina und ich sind gemeinsam einen Halbmarathon in Karlsruhe gelaufen. Und jeder der schon diese Strecken absolviert hat, weiß wie man darauf trainieren muss, um überhaupt anzukommen! Dazu ein wenig Krafttraining und das Reiten steht mittlerweile wieder voll auf dem Programm.

Der Grüne Heiner

Ab dem 15. November, also genau 8 Wochen vor unserem Abflug, haben wir unser Trainingslaufprogramm auf den Urlaub abgestimmt. Tina fragte mich: "Und was sollen wir denn genau tun? "Guck dir den Grünen Heiner an und dann weißt Du es!" Der Grüne Heiner oder auch Lotterberg genannt, wurde zu unserem Übungsberg, um die richtigen Muskeln für den Aufstieg zu trainieren. Der ehemalige Müllberg ist 395 m ü. NN und weist einen Höhenmeterunterschied von 75 m auf. Er wurde pro Lauf mehrfach "bezwungen" (mein Rekord liegt bei 10x hintereinander = ca. 18 km). Zu dem nahmen wir zum dritten Mal infolge am Bietigheimer Silvesterlauf (11,2 km) teil - jeder von uns hatte seine Bestzeit übertroffen.

 

Die Besteigung via

Machame Route

Die Ankunft

1. Tag Machame Camp 2990 m

2. Tag Shira Camp 3880 m

3. Tag Lava Tower 4600 m - Barranco Camp 3965 m

4. Tag Karanga Valley Camp 3950 m

5. Tag Barafu Camp 4600 m

6. Tag Uhuru Gipfel 5986 m - Mweka Camp 3100 m

7. Tag Mweka Gate 1700 m

Meine Tipps

Gio's Sonnenaufgang