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Sonntag, 6. November, 2011, The Great Hall, Cardiff, Wales

Am Sonntag konnte ich schon um 11 aufstehen und fühlte mich relativ fit. Alle anderen waren schon entweder leider auf dem Nachhauseweg oder schon in Richtung Cardiff aufgebrochen. Wir 4 gönnten uns noch mal ein Full English Breakfast bevor wir losfuhren. Nach dem wir einen nervigen Stau aus London gemeistert hatten, wurde die Fahrt echt cool - es war ein wunderschöner sonniger Tag. Witziger Weise führte mich mein Navi runter von der Autobahn, so dass wir übers Land fuhren - keine Ahnung warum, aber letztendlich hat's so viel mehr Spaß gemacht - ok, bis auf die 3-spurigen Kreisverkehre mit bis zu 7 Ausfahrten - "Müssen wir hier raus? Nein, noch eins weiter! Doch zu früh! Alles noch mal von vorne, oder..." So durften wir ein paar sehr interessante Umwege fahren auf "Single Tracks" und auf Privatstraßen samt Schafe. Aber alles easy going - unsere Stimmung konnte nicht besser sein!

Als wir in Wales ankamen, versuchte ich die Schilder, die auf walisisch waren laut auszusprechen - völlig gaga - die Erfinder dieser Sprache waren definitiv hacke-dudel-dicht! In Cardiff checkten wir ins ETAP (party time!) und trafen schon wieder viele bekannte Gesichter. Wir machten uns Konzertbereit und gingen in einen Pub, um etwas zu essen. Der Pub war voller seltsamer Menschen und die Steaks waren wie Schuhsohlen, aber das Guinness war vorzüglich

Unser Kumpel Biff aus Bulgarien

Wir gingen zur Great Hall und trafen all unsere Freunde. Ich sagte meine "Hallos" am Merch Stand bevor ich die Große Halle betrat. Das war wohl ein schlechter Witz. Die Halle war winzig - die kleinste in der MANOWAR je spielen würden. Ich war ein wenig besorgt, ob die Band voll aufspielen würde, nach dem sie tagszuvor in London vor dem 10-fachen Publikum spielen dürften...

Tja, meine Damen und Herren - meine Sorgen waren völlig umsonst und unberechtigt. MANOWAR stürmten die Bühne und taten das was sie immer und überall tun - sie boten ihren Fans ein Mega-Show und gaben alles - 100 % - wie vor einem 100-fachen Publikum. Das macht eben MANOWAR aus. Und der Sound war (erstaunlicher Weise) genauso gut wie in London - kristallklar und massiv. Da wurde das gesamte Können von Jeff Hair abverlangt, aber er meisterte seine Aufgabe perfekt!

Heute Abend ging ich schon während Dark Avenger in Richtung erste Reihe und wurde fast totgeschlagen auf dem Weg dorthin, hehe... ;) Ich stand neben unserem "Grandfather Of Steel" und neben meiner "Metal-Daughter". Ich hatte Vesta schon sehr lange nicht mehr gesehen und es war einfach geil neben und mit ihr headzubangen!

Das Konzert war wiederum grandios und heute sogar ein wenig intimer als gestern in der großen Halle. Die Band hatte sichtlich ihren Spaß mit dem Publikum. Wirklich ein geiler gig!!

Grandfather, tell me a story...

Mädels von der iberischen Halbinsel muss man doch lieb haben, oder?!!!!

Nach der Show waren wir alle - wie immer - in einer hyper-positiven-fantastischen-ekstatischen Stimmung!

German-Russian-Connection!

Wir schlenderten glücklich und zufrieden durch Cardiff und kamen im ETAP an. Wir wollten natürlich Bier kaufen, aber der Nachtportier sagte es gäbe keins mehr - es wäre schon nach Mitternacht! Was, wie bitte - ein Schock! Tina redete auf den (armen) Mann ein und schließlich gab er zu unserem Glück nach! Die nachfolgende Party war - wie immer - unvergesslich! Und heute gab es gab viel T.hunder I.n  T.he S.ky... ;)

Patty cake, patty cake - WTF!

Die Party ging bis 5 und wir hatten Spaß pur und dann - wie immer - war es vorbei...

Am nächsten Morgen gingen wir 4 und Matt und Alex noch mal in die Stadt für ein Frühstück bevor wir zurück nach London-Stansted fuhren.

Wir verabschiedeten uns und Matt fuhr los, während ich noch mein Navi einstellen musste. Plötzlich auf der Autobahn kam mir ein schwarzer Wagen irgendwie bekannt vor! Das war echt cool - so blieben wir beieinander bis sich unsere Wege vor London endgültig trennten.

Am Flughafen gab's dann noch Burgerking und die letzten Guinness bevor der Flug nach "Good ol' Germany" startete.

Nach dem wir die S-Bahn um eine Minute verpasst hatten, schafften wir es doch um 00.30 h zu Hause zu sein. Tina und ich tranken noch ein Bierchen und einen portugiesischen Portwein (der vorzüglich mundete) während wir die letzten 3 Tage revue passieren ließen. Wir waren echt richtig traurig, dass wir bei den beiden letzten Shows in Europa in Dublin und Belfast nicht dabei sein konnten. Wir haben sogar noch nachts im Internet nach günstigen Last-Minute-Flüge gesucht - leider vergebens...

Die letzten 3 Tage waren für Tina und mich wirklich etwas Besonderes gewesen - wir spürten wieder das unbeschreibliche MCF-Feeling... Ich fühlte mich nach diesem Wochenende wie neugeboren - das schafft eben doch keine andere Band!

Ich liebe MANOWAR, denn sie stehen für Ehrlichkeit, Respekt, Loyalität und Brüderlichkeit. Ihre Musik berührt mich schon seit fast 30 Jahren - ihre Texte inspiriren mich stets aufs Neue - The True Spirit Of Heavy Metal - das ist auch das Einzige was wirklich zählt.

Die Treffen mit unseren Freunden aus aller Welt - unserer Familie - haben wieder Tina und mein Leben auf eine Art und Weise bereichert, wofür ich keine Worte finde, um dieses unglaubliche Gefühl zu beschreiben. Man muss es ganz einfach selber erlebt haben, um es zu verstehen.

"From a battle I've come
To a battle I ride
Blazing up to the sky
Chains of fate
Hold a fiery stride
I'll see you again when I die"

So soll es sein - All Hail MANOWAR!