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Peterborough 2007 –
The Whole Story…
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Am Freitag,
16.03.2007, klingelte Tinas Wecker pünktlich um 03.00 Uhr und wir hatten beide
tierisch Lust aufzustehen – na ja, nicht wirklich, aber dann doch, denn es
sollte unsere erste Reise ins Land der Shires werden. So standen wir auf,
tranken noch schnell einen Kaffee und machten uns auf den Weg zum Flughafen –
zuerst mit dem Auto und dann mit der Bahn.
Dort angekommen waren wir natürlich die Ersten - wir hatten es ja auch näher als Karin und Tom, die
vom Dudelhof her anreisten und als Stefan, Biggi, Michael und Jessi, die aus
Esslingen ihren Weg antraten. Getroffen haben wir uns im Bistro und haben alle
noch einen Kaffee getrunken – außer, nein nicht ich, gell Snooperman…
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Der Flug war
entspannend – endlich mal wieder (nach Tinas und meinen Eskapaden der letzten
Reisen). In London-Stansted angekommen, holten sich die anderen ihren Mietwagen
ab, nur Karin, Tom, Tina und ich mussten noch umeinander telefonieren und
abgeholt werden, um endlich unsere Kiste bei SIXT abholen zu können – dabei
bemerkt, buche nie ein Auto bei SIXT, wenn man in London-Stansted landet – nur
Chaos! SIXT wollte uns dann einen Fiesta andrehen – beim Anblick des Autos kam
Erstaunen und Gelächter auf, so dass wir dann doch einen Mondeo erhielten, in
dem wir gerade noch unsere Koffer unterbringen konnten.
Auf dem Weg nach
Peterborough haben wir die anderen wieder getroffen und haben uns zunächst ein
englisches Frühstück gegönnt. Nach dem wir uns die Kalorien für die nächsten 3
Tage bereits auf einmal reinmampften, ging es zum Hotel Marriot. Nach einer
Irrfahrt durch Peterborough – gut, dass wir Ortskundige dabei hatten – „Excuse
me, I have to drive to Gate 14!“ - „Man, die haben ja alles umgebaut?!“ kamen
wir unversehrt an. Die Zimmer waren noch nicht fertig, so dass wir in der Bar,
die X-tra für uns geöffnet wurde, ein Murphys (eigentlich GUINNESS pur!) tranken.
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Danach gingen wir zum
Showground (den wir dann letzten Endes auch betreten durften) und obwohl es
wenige Pferde zusehen gab, waren Tina und ich begeistert – ganz schön groß die
Insel Shires… Dort auf einer Bank sitzend, trafen wir dann Birgit, die schon leicht durchgefroren war. Sie war
in einer Absteige gelandet – konnte aber abends noch ins Holiday Inn umbuchen.
Kurzer Plausch und dann ab ins Zimmer für ein dringend notwendiges Mittagsschläfchen.
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Abends den feinen
Zwirn angezogen und zum Dinner. Stefan konnte gleich mal seine Englischkenntnisse aufbessern, denn er saß neben der Stutbuchstellen
Verantwortlichen - was ganz gut geklappt hat, soweit ich es mitbekommen habe.
Ich durfte (!) unser Essen (ca. 100 kg Braten) filetieren, was ich hinbekommen habe, obwohl der Kurti seinen Bollen doch geschmeidiger geschnitten bekam.
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Ein paar Reden, u. a. von Ben, der sich wacker geschlagen hatte und dann war’s
vorbei. In der Public Bar die Schweizer Mädels Regula, Tatjana und Debbie mehr
als herzlich begrüßt. Mit ihnen haben wir noch ein (?) Bierchen gezischt
(Debbie weiß nun auch definitiv, dass sie kein Guinness mag, was mir wiederum
zu Gute kam!). Absacker in der Hotel-Bar und der erste Tag war geschafft – es
sollte der leichteste sein.
Nun kam der Samstag,
WOA! Fett gefrühstückt und dann um 08.00 Uhr zum Showground. Karin, Tina, und ich – der Rest schlief noch.
Unglaubliches treiben, Pferde überall - und was für Pferde – echt der Wahnsinn.
Tony und Sandra Bull begrüßt, wo Karin gleich mal anfing zu helfen – kann diese Frau auch mal einfach ruhig dastehen –
nein kann sie nicht. Tina und ich gingen durch die Stallzelte und trafen gleich
mal die Nordlichter und hielten einen kurzen Plausch.
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Am Ring waren die
Wallache schon dran – man, an denen war aber auch echt viel dran. Bei jeder
Bewegung musste ich an kaputte Stoßdämpfer denken… Die Fohlen Klasse danach war
ganz nett. Während dessen Birgit wieder getroffen, Anne getroffen und endlich war er da – der Stingray. Michael
und seine äußerst liebenswerte Frau – es war wirklich eine Freude beide wieder zusehen.
Auf dem Showground haben wir noch Suse und Klaus und Sabine
getroffen.
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Tina und ich haben
uns dann mit Stefan und Birgit, die mittlerweile auch gekommen waren, die
Riding Klasse angesehen. Also, ich weiß, dass ich nur ein „guter“ Anfänger bin,
aber was ich da sah, war der Hammer. Jeder mit Kandare, was ich persönlich
nicht schlimm finde – wenn man sie richtig einsetzt, aber die Reiterinnen zogen
ihre Pferde im Maul, das mir das kalte Grausen kam. Nur zwei ein Mann und eine
Frau (aus dem selben Stall) ritten sauber vorwärts abwärts. Die haben dann auchvöllig überraschender Weise den Wettbewerb gewonnen.
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Im Hauptring waren
die Hengst Klassen im Gange. Das waren Pferde, ach du meine… Ich als Laie,
hätte alle genommen, Karin mit dem
Wissen und Erfahrung einer Richterin eher nicht. Und irgendwie behielt sie mitihrer Prognosen Recht.
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Dazwischen Kutschen, Kutschen und nochmals Kutschen –alle super hergerichtet und von mächtig starken Shires gezogen – mir fehlen die
Worte. Tony Bulls Hengst Arclid Minshull Monty gewann seine Klasse (4-jährige
Hengste) sehr zu unserer aller Freude. Dann kam der Showdown – alle
Hengstklassen gegeneinander. Nach über 2-stündiger Verspätung (das war’s dann
mit dem Mittagsschlaf!) stand es fest – Arclid Minshull Monty war der Champion. Ein
wunderschönes Pferd, der gewonnen hatte, auch wenn der eine oder andere anderer
Meinung war. Es war bestimmt nicht leicht und sind wir mal ehrlich, ein Gemaule
gibt es immer…
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Die Abschlussparade
raubte uns noch mal den Atem und dann ab ins Hotel – hübsch machen für den
Geburtstag von Regula, in den wir hinein feiern wollten (!). Dort haben Tina
und ich wegen unserem Clyde noch ein sehr interessantes Gespräch mit Dr.
Mengeler geführt. Anschließend mussten wir dann unser Abendessen auf dem
Showground einnehmen, da alles andere ausgebucht war – es war schrecklich, aber
wir hatten Hunger, denn tagsüber reichte es uns nur für Fish & Chips, die
aber lecker waren. Todmüde gingen wir dann auf Umwegen zum Orton Hall und
trafen dort genauso müde Gesellen an. Das mit dem Reinfeiern ging einfach
nicht, es waren alle – bis auf einen – zu müde! So wurde die Angelegenheit
verschoben und wir fielen – auch ich – tot ins Bett.
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Sonntag ließen wir es
gemütlich angehen. Gut und spät gefrühstückt, ausgecheckt und wieder zum
Showground. Noch einmal durch die Stallzelte gewandert – Karin wollte schon wieder helfen – um die Pferde hautnah zu erleben. Die HarnessKlasse war echt super schön – ein bisschen wie Weihnachten...
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Anschließend knüpfte ich ein paar Kontakte, die vielleicht was für unsere Bundeszuchtschau
von Vorteil sein könnten. Und dann endlich mit alle auf den Geburtstag von
Regula angestoßen, zwei Burger rein geworfen, große Verabschiedung und los
ging’s in Richtung Stansted.
Gerade als wir los
fahren wollten brach die Welt zusammen. Hagel und Schnee und Wind. Das Wetter
am Wochenende war eigentlich anfangs ganz angenehm. Freitag, Samstag, leicht
bewölkt mit einem Wind, der jedoch immer kälter wurde. Samstagnacht mussten
einige ihre Verkaufszelte abbrechen nach dem eines davon in die Luft geflogen
war! Sonntags war es echt kalt und dann eben der Abschluss - brrr!
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In Standsted waren
wir nur noch zu viert und checkten in ein Guesthouse ein, welches ich von
unserem Schottlandurlaub noch kannte und auf Anhieb wieder fand – sehr zur
Freude unserer Damen – na ja, die Fahrt war ja von langer Dauer… Dort ins
indische Restaurant, welches genau 20 m vom Guesthouse entfernt lag. Super
gegessen, getrunken und alles noch mal Revue passieren lassen – ein sehr
schöner Abend.
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Montags müde zum
Flughafen und gerade noch Zeit gehabt, um schnell eine Flasche Whisky zu
ergattern und dann ab ins geliebte Deutschland. Schnelle Verabschiedung von Karin und Tom und dann ab nach Hause. Ich
wurschtelte herum, während Tina sofort in den Stall ging. Sie kam zurück und
sagte mir mit leuchtenden Augen: „Weißt du, unser Pferdle ist halt doch der
Schönste!“
Peterborough ist wirklich eine Reise wert, wenn es nur nicht so dermaßen sacke-teuer wäre...
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