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13. Januar 2007
Gehzeit 4:00 Stunden / Höhenmeter 2990 - 3600 m / Temperatur 20 Grad / 5 Stunden Regen + Nebel
Endlich war es 6 Uhr morgens und ich konnte aufstehen, damit das Frieren ein Ende hatte. Ich machte mir nun Gedanken über die weiteren Nächte, denn wir waren ja schließlich erst am ersten und niedrigsten Camp gewesen. Doch dann, was alles andere vergessen ließ - Tina wachte auf und schaute mich an und sagte: "Wir machen es! Wir ziehen es durch,
so gut wie's geht!" Tina war gut gelaunt und endlich angekommen. Trotz intensiver psychischer und physischer Vorbereitung, musste Tina erst mal die "Sache" tatsächlich beginnen, um es zu verstehen. Und ohne Flachs - sie war angekommen - und war nie wieder schlecht drauf...
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Der Berg, der noch sooo weit weg war
Wir frühstückten vorzüglich - English Style, obwohl Tina und ich auf das Porridge verzichteten. Eine halbe Schüssel voll mit Wasser, damit wir uns die Zähne putzen und das Gesicht waschen konnten. Feuchttücher unter die Achseln und schon waren wir wieder "frisch". Die anschließende Morgentoilette sollte für mich - wie jeden Morgen - zu einer sehr unangenehmen Sache werden -
wie sollte ich denn meine Zeitung halten und mich gleichzeitig abstüzten - ach so, ich hatte ja gar keine Zeitung bei mir!
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Zusammengepackt und los ging's. Unsere 1 Liter Trinkflaschen hatten wir erst gar nicht mitgenommen. Wir ließen uns (wie für jede Tour) 3 x 1,5 Liter Wasser in "Vittelflaschen" abfüllen. 2 Microforte-Pur rein und schon war das Wasser genießbar (nach 40 Minuten Wartezeit, versteht sich!). Unsere Engländer hatten keine solche Entkeimungstabletten dabei und ließen sich ihr Wasser
abkochen (später gaben wir ihnen auch Tabletten ab, denn - na ja, ihr wißt schon!). Dann in der morgendlichen Sonne um 08.45 Uhr hoch hinauf. Die Beine noch fit, wurde es allmählich steiler, aber deshalb waren wir ja hier. Die Sonne schien ja auch noch!
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Auf dem Plateau mitten in den tiefhängenden Wolken das Lunchpaket eingenommen und weiter ging's. Dann war der Spaß wieder vorbei - es begann zu regnen.
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Wir kamen im Shira Camp um 12.45 Uhr an und es regnete und regnete. Shira Camp war ziemlich groß - ich schätze, dass wir das Camp mit etwa 100 "Bergsteiger" teilten, aber es war trotzdem relativ sauber. Uns wurde nass-kalt - unsere Schuhe waren ja noch feucht vom Vortag. Wir saßen ins Dining-Room-Zelt, tranken Tee, aßen frisch geröstete Nüsse und waren uns einig, dass der Regen
bestimmt wie gestern um 3 aufhören würde. Wir wollten doch unsere nasse Sachen in der Sonne trocknen. Als es um halb 4 immer noch regnete, haben wir einen Schluck vom Jameson genommen. Wir spürten beide, dass Whiskey in 3600 m Höhe echt geil kommt - der Grund warum wir auch während der Besteigung nie wieder einen Schluck genommen haben. Alkohol soll ja schlecht für die Akklimatisierung sein und das wollten wir eher nicht austesten!
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Ja, da hockten wir, wie 4 begossene Pudel. Redeten und warteten auf die Sonne...
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...die genau 5 Stunden später kam - und glaubt es oder nicht, der Nachmittag war vergessen! Die Ausblicke, die einem da geboten wurden, waren sensationell - vielleicht auch deshalb, weil unerwartet?
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Wir spazierten umher und danach gab's Fisch zum Abendessen - echt lecker, wenn man Fisch mag, was Martin leider nicht tat. Abends ging die Sonne schon nach einer Stunde wieder unter, so dass wir uns ins Zelt verkrochen hatten und ich Tina "20 up" beibrachte. Tina lernte schnell. Kurz vor 9 war es mir so unbequem, dass wir uns zum Schlafen niederlegten. Tina schlief gleich wieder
ein. Sie schwitzte sogar in ihrem Schlafsack und öffnete diesen teilweise. Ich konnte wieder nicht gleich einschlafen, aber als ich es dann doch geschafft hatte, war es gegen 3 Uhr morgens wieder soweit - ich begann zu frieren und war Gottfroh als es...
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Mount Meru 4566 m
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